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10.04.2026 | (rsn) – Bereits im Februar präsentierte die ASO ihren Plan für Paris-Roubaix 2026 . Neben leicht abgeänderten Strecken, die aber in ihrer Wirkung für eine frühere Selektion sorgen sollen, ist vor allem ein veränderter Ablauf angedacht.
Erstmals werden die Frauen am selben Tag – am 12. April – wie die Männer starten und auch erst nach ihnen das Velodrom erreichen, um ihre Siegerin zu küren. Gegen 18 Uhr werden sie im Ziel erwartet, die Männer etwa anderthalb Stunden früher. Zudem geht es auch für den Wettbewerb der Männer nicht mehr ohne Namenssponsor. Die Region Hauts-de-France, durch die das Rennen führt, ist nun offizieller Beiname bei Männern wie Frauen. Die wurden bis 2025 noch durch die E-Radsport-Plattform Zwift unterstützt.
Auf dem Papier sehen die Zahlen bei den Männerrennen so aus, als wäre kaum etwas anders als im Vorjahr. 258,3 Kilometer statt 259,2 stehen auf dem Programm, 54,8 Kilometer (55,3 in 2025) davon sind gepflastert. Sie verteilen sich wie zuletzt auf 30 Sektoren.
Die erst rund 100 Kilometer vom Start in Compiegne bis Troisvilles sind dabei frei von Pflasterabschnitten und folgen dem gewohnten Verlauf. Danach kommen aber die ersten Änderungen, die sich wieder am Verlauf des Jahres 2024 orientieren.
Die Strecke von Paris-Roubaix der Männer 2026 | Grafik: ASO
“Indem wir leicht nach Osten in Richtung des Dorfes Briastre abbiegen, kommen wir zu einer Situation, in der die ersten vier Abschnitte schnell aufeinander folgen, fast ohne Asphalt dazwischen, was zu einer unvergleichlichen Dichte an Kopfsteinpflaster führt“, erklärte Streckenplaner Thierry Gouvenou die Änderungen und erinnerte an die Ausgabe von 2024: “Vor zwei Jahren hatte Alpecin-Deceuninck bereits begonnen, das Peloton in dieser Phase auseinanderzureißen. Und am Ende dieser Sequenz fügen wir den Sektor Nr. 26 hinzu, der noch seltener genutzt wird und einen 800 Meter langen Anstieg aufweist.“
Auf die Frauen warten dagegen drei Sektoren mehr als im Vorjahr, also insgesamt 20. 33,7 Kilometer Kopfsteinpflaster, 4,5 mehr als 2025, macht das insgesamt. Bei den Männern ein Klassiker, bei den Frauen erstmals dabei: Haveluy.
“Wir haben die Schleifen um den Start in Denain entfernt“, erklärte Gouvenou, “um das Peloton etwas weiter nach Süden zu führen und mehr Kopfsteinpflaster einzubauen. Haveluy ist einer der Abschnitte, die entscheidend sein könnten.“ Die letzten 18 Seltoren für Männer und Frauen sind identisch, auch im Vergleich zum Vorjahr.
Die Streckenkarte des Paris-Roubaix Femmes | Foto: Veranstalter
Allerdings müssen die Männer drei Sektoren des höchsten Schwierigkeitsgrades (5 Sterne) bewältigen, die Frauen nur zwei. Bei ihnen fehlt die spektakuläre Passage durch den Wald von Arenberg, den die Männer nach 163 Kilometer direkt im Anschluss an Haveluy erreichen. Die beiden weiteren 5-Sterne-Sektoren - Mons-en-Pévlèle und Carrefour de l'Arbre - folgen später im Rennen.
Nach dem Carrefour de l'Arbre stehen für Frauen und Männer nur noch je drei leichtere Sektoren an, der letzte führt in Roubaix kurz vor dem Velodrom über 300 Meter und ist mit nur einem Stern ausgezeichnet.
Die 30 Sektoren des 123. Paris-Roubaix | Foto: Veranstalter
Die 20 Sektoren des 6. Paris-Roubaix Femmes | Foto: Veranstalter
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