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12.02.2026 | (rsn) – Im ungewohnten Outfit der Europameisterin hat Demi Vollering (FDJ – Suez) die 1. Etappe der Valencia-Rundfahrt der Frauen (2.Pro) gewonnen. Der 29-Jährigen reichte dafür eine Attacke am schwierigsten Anstieg des Tages gut 20 Kilometer vor dem Ziel, um den Rest der Konkurrenz beinahe in Tadej-Pogacar-Manier spielerisch hinter sich zu lassen.
Vollering kam mit rund 20 Sekunden Vorsprung auf ihre ersten Verfolgerinnen, zu denen dort auch Antonia Niedermaier (Canyon – SRAM – zondycrypto) zählte, an der Bergwertung an und baute ihren Vorsprung auf den verbliebenen Kilometern sukzessive aus. Am Ende trennten sie 52 von Maeva Squiban (UAE – ADQ) auf Rang zwei und der zeitgleichen Viktoria Chladonova (Visma – Lease a Bike) als Dritte und weiteren Fahrerinnen einer Verfolgergruppe.
Für Vollering waren die 121 Kilometer von und nach Gandia die ersten Wettkampfkilometer der Saison. Dass die Form bereits stimmt, stellte sie damit eindrucksvoll unter Beweis. Ihr Sieg, der ihr mindestens für die zweite der insgesamt vier Etappen auch die Führung in der Gesamtwertung einbringt, war der 56. ihrer Karriere. Zehn der letzten zwölf feierte sie dabei in Spanien. Lediglich der EM-Titel und Strade Bianche bildeten zuletzt die Ausnahme.
Auch für Niedermaier war es das erste Rennen der Saison. Und auch bei ihr passte die Form. Gemeinsam mit Squiban zählte sie auf der Kuppe des Alto de Barx (2. Kategorie) zu den zwei Frauen, die noch am ehesten auf Tuchfühlung blieben. Dahinter hatte sich eine dritte Gruppe mit sieben weitern Fahrerinnen gebildet, die rund zwei Kilometer vor dem Ziel zu Niedermaier und Squiban hatte aufschließen können. Die Deutsche wurde letztlich Zehnte.
Bis Rennmitte passierte gar nichts. Lediglich Anne Knijnenburg (VolkerWessels) wagte an der ersten Bergwertung (3. Kategorie) einen kleinen Vorstoß, um sich die Punkte zu sichern, ließ sich danach aber direkt wieder ins Feld zurückfallen. Erst am zweiten Anstieg des Tages, etwas mehr als 30 Kilometer waren noch zu fahren, gab es dann wieder Bewegung. Anna Henderson (Lidl – Trek) versuchte sich mit einer Attacke, wurde aber schnell wieder zurückgeholt.
Richtig Action gab es dann in der Anfahrt zur Hauptschwierigkeit des Tages. Auf halber Strecke des sechs Kilometer langen Anstiegs hinauf zum Alto de Barx riss das Feld nach mehreren Tempoverschärfungen auseinander, ehe Vollering attackierte und damit die Vorentscheidung herbeiführte.
Das Streckenprofil der 1. Etappe der Valencia-Rundfahrt der Frauen | Foto: Veranstalter
Starke Winde zum Start der Etappe hätten beinahe dazu geführt, das Rennen nicht durchzuführen. Kritische Stimmen habe es durchaus gegeben, wie Vollering später erklärte. "Es war ein komischer Tag. Ich bin froh, dass wir starten und das Rennen auch beenden konnten. Wir hatten sogar Sorge vor zu viel aufgewirbeltem Staub, aber am Ende reichte der Wind nicht mal für echte Windstaffeln", so die Niederländerin, die ihren Sieg aus dem Vorjahr nicht nur wiederholt, sondern nahezu kopiert hatte.
Das Finale des Auftakt inklusive des Alto de Barx waren 2025 baugleich - genau wie die Vollering-Attacke. Damals siegte sie ebenfalls als Solistin, eine halbe Minute vor Marlen Reusser. "Man kann es nie genau gleich machen, weil man seine Teamkollegen braucht. Man braucht auch ihr volles Engagement, damit sie in diesem Moment da sind. Sie haben großartige Arbeit geleistet, daher bin ich sehr zufrieden damit, wie sie gefahren sind und wie es gelaufen ist."
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