Ausreißertrio kann heranrasendem Feld auf den letzten Metern nicht widerstehen

Kool meldet sich mit Sieg beim Omloop het Hageland in der Sprintelite zurück

Von Jens Claussen

Foto zu dem Text "Kool meldet sich mit Sieg beim Omloop het Hageland in der Sprintelite zurück"
Charlotte Kool (Fenix - Premier Tech) sprintet zum Sieg beim Omloop van het Hageland. | Foto: Cor Vos

01.03.2026  |  (rsn) – Die 18. Austragung Omloop van het Hageland (1.1) wurde von Charlotte Kool (Fenix – Premier Tech) gewonnen. Nachdem es auf den 141 Kilometern von Aarschot nach Tiel-Winge lange Zeit nach einem Sieg eines Ausreißertrios ausgesehen hatte, gewann die Niederländerin den Sprint des Feldes vor Lara Gillespie (UAE – ADQ) und Shari Bossuyt (AG Insurance – Soudal). Für die Drittplatzierte Bossuyt war es bereits die zweite Top-10-Platzierung innerhalb von 48 Stunden, nachdem sie beim Omloop Nieuwsblad (1.WWT) schon auf den siebenten Platz gespurtet war. Linda Riedmann (Lotto - Intermarché) wurde als beste Deutsche 14.

Kool dürfte nach diesem Erfolg eine lange Leidenszeit beendet haben. Die zweifache Tour-Etappengewinnerin von 2024 brachte es in der vergangenen Saison lediglich auf 25 Renntage und einen Sieg bei der Baloise Ladies Tour (2.1), als sie die 1. Etappe im Sprint gewinnen konnte. Eine neue Herausforderung mit einem Teamwechsel zu Fenix – Permier Tech mitten in der Saison 2025 sollte ihrer Sprinteridentität neues Leben einhauchen. Zu mehr als einem Einsatz bei Binche-Chimay-Binche (1.1), wo Kool Platz 4 belegte, reichte es dann aber für ihr neues Team nicht mehr. Zu Saisonbeginn zeigte sie bei der UAE Tour (1.WWT) schon eine ansprechende Frühform, als sie auf zwei Flachetappen jeweils in die Top 10 sprintete.

Was bei den Männern traditionell mit Kuurne-Brüssel-Kuurne (1.Pro) als Abschluss des Openingsweekend austragen wird, verkörpert der Omloop het Hageland seit nunmehr 18 Jahren für die Frauen. Wie erwartbar startete das Rennen mit der frühen Flucht einer fünfköpfigen Ausreißergruppe, in der keines der favorisierten Teams vertreten war. Schon nach zwölf Kilometern konnten sich Virginia Bortoli, Sara Luccon (beide Top Girls Fassa Bortolo), Idoia Eraso (Laboral Kutxa - Fundacion Euskadi), Léa Rondel (Mayenne Monbana - My Pié) und Nienke Dullemond (Belco) entscheidend vom Feld absetzen.

Die vormals fünf Spitzenreiterinnen erreichten die finale Schlussrunde, die viermal zu durchfahren war, nur noch zu viert, nachdem Dullemond kurz zuvor aus der Gruppe gefallen war. Mit einem komfortablen Vorsprung von 3:20 Minuten ging es auf den 27 Kilometer langen Rundkurs. Als einigen der Leaderinnen langsam die Luft ausging, hatte sich bereits eine kleine Gruppe auf die Verfolgung begeben und schon wenige Kilometer später schafften Karlijn Swinkels (UAE – ADQ), Marta Lach (SD Worx – Protime) und Flora Perkins (Fenix – Premier Tech) den Anschluss nach vorne. Dieses Trio bildete fortan die neue Spitze des Rennens, auch noch als die letzte Runde eingeläutet wurde.

Doch die Teams von Visma – Lease a Bike und Cofidis wollten unbedingt noch ihre Sprinterinnen ins Ziel bringen und forcierten derart das Tempo, dass der zwischenzeitliche Vorsprung der drei Fahrerinnen an der Spitze von 1:15 Minuten zwei Kilometer vor dem Ziel auf lediglich acht Sekunden geschmolzen war. Es kam was kommen musste, die mutige Flucht wurde nicht belohnt und Kool holte sich im Sprint des Feldes ihres ersten Saisonsieg.

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