Extra-Lob und Platz fünf für Koch

Vollering “macht fast nichts selbst“ und gewinnt Omloop

Von Kevin Kempf

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| Foto: Cor Vos PRÜFEN

28.02.2026  |  (rsn) - Demi Vollering (FDJ United – Suez) hat Kasia Niewiadoma (Canyon – SRAM – zondacrypto) beim Omloop Nieuwsblad (1.WWT) im Zweiersprint keine Chance gelassen. Das Duo hatte sich an der Muur van Geraardsbergen mit Hilfe von Franziska Koch (FDJ United – Suez) von allen Konkurrentinnen abgesetzt, im Sprint war die Weltranglistenerste eine Klasse zu groß für ihre Begleiterin. Lorena Wiebes (SD Worx – Protime) sprintete mit 21 Sekunden Rückstand auf Rang drei, Cat Ferguson (Movistar) sicherte sich vor Koch den vierten Platz.

Nach Platz zwei 2022 und Rang drei im Vorjahr hat es für Vollering endlich mit dem Sieg geklappt. “Das fühlt ich gut an. Es ist toll, dass ich es heute zu Ende bringen konnte. Ich hatte von mir erwartet, dass ich gewinne, dass ich es aber auch wirklich geschafft habe, macht mich stolz“, sagte die Siegerin im Ziel-Interview. “Das Team hat einen sehr gut Job gemacht. Wir sind die ganze Zeit von vor gefahren: Elise (Chabbey) war dann in der Flucht und Franzi (Koch) hat ein perfektes Leadout gefahren“, blickte sie an die Phase vor und an der Muur zurück, als die Equipe die Macht übernahm und die Weichen auf Sieg stellte. “Es fühlt sich an, als hätte ich fast nichts selbst gemacht“, fügte sie an.

Gerade Koch hatte mit ihrer Aktion an Flanders bekanntester Helling Eindruck gemacht. “Wir sahen, dass der Vorsprung zur Gruppe kleiner wurde und wussten, dass wir all-in gehen müssen, um zu gucken, ob wir mit Demi an der Muur alle einholen können“, meinte die Deutsche Meisterin am Eurosport-Mikrofon. Das hatte geklappt, ihrem Tempo konnten nur zwei Fahrerin im Feld folgen. “Wir haben eine gute Situation mit einer Überzahl hinten und Demi vorn kreiert. Das war wirklich toll“, resümierte sie.

Nicht nach Plan lief nach fünfeinhalb Monaten Rennpause das Comeback für Lotte Kopecky (SD Worx – Protime). “Es gab vor der Muur einen Sturz und das Mädchen hinter mir ist in mein Schaltwerk gefahren. Ich konnte nicht mehr schalten. Elene Checchini konnte mir zum Glück ihr Rad geben, aber das war der schlechteste Moment. Ich bin nie mehr vorn rangekommen“, verriet sie.

So lief der Omloop Nieuwsblad der Frauen:

Lea Lin Teutenberg (Lotto – Intermarché), Emilie Fortin (Minimax), Jony van den Eijnden und Britt de Grave (beide (Citymesh – Customm) bildeten die Gruppe des Tages. Am Edelaere mussten die Deutsche und van den Eijnden passen, sie wurden mit noch 63 zu fahrenden Kilometern vom Feld gestellt. Liane Lippert (Movistar) stürzte 20 Kilometer später, während Koch im an der Haaghoek erstmals auf sich aufmerksam machte und das Peloton zwischenzeitlich teilte.

Ihre Schweizer Teamkollegin Elise Chabbey nutzte die Situation, um sich mit der Luxemburgerin Nina Berton (EF Education – Oatly), Eleonora Gasparrini (UAE – ADQ) und Kamilla Aasebo (Uno-X Mobility) von der Meute zu lösen. Als dieses Quartett sich bis auf eine knappe Minute absetzte, musste SD Worx – Protime 25 Kilometer vor dem Ziel aktiv werden. Kurz vor der Muur van Geraardsbergen gab es noch einen Sturz, bei dem Karlijn Swinkels (UAE – ADQ) und Zoe Bäckstedt (Canyon – SRAM – zondacrypto) ihre Chancen einbüßten.

Das Streckenprofil des Omloop Nieuwsblad der Frauen | Foto: Veranstalter

Kurz danach hatte Koch ihren großen Auftritt. Mit ihrer Kapitänin Vollering am Hinterrad fuhr sie die Vesten hinauf. Dahinter hielt Niewiadoma noch als einzige mit. Koch schloss zu den Ausreißerinnen auf und ließ die Polnische und die Europameisterin am Steilstück von dannen ziehen.

Das Duo fuhr über den Bosberg bis nach Ninove zusammen. Erst auf den letzten 500 Metern begann die Canyon-Fahrerin zu pokern. Da war es aber schon zu spät, Vollering sprintete 200 Meter vor dem Ziel aus erster Position los und war unangefochten die Beste.

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