--> -->
16.04.2026 | (rsn) – Nachdem bereits sein Landsmann Carlos Canal am Mittwoch in Galicien hatte jubeln können, hat Ivan Romeo dem Movistar Team den zweiten Sieg binnen 24 Stunden beschert. Der Spanische Meister, in dieser Saison bereits Gesamtsieger der Andalusien-Rundfahrt (2.Pro) entschied die 2. Etappe des 5. O Gran Camino (2.1) über 169 Kilometer von Carballo nach Padrón als Solist für sich.
Mit 19 Sekunden Rückstand gewann der Italiener Alessandro Pinarello (NSN) den Sprint der nächsten Verfolger vor dem Spanier Abel Balderstone (Caja Rural - Seguros RGA) und wurde Tageszweiter. Weitere 20 Sekunden dahinter sicherte sich der Neuseeländer George Bennett (NSN) Rang vier vor dem Briten Adam Yates (UAE – Emirates – XRG) und dem Norweger Jörgen Nordhagen (Visma – Lease a Bike). 44 Sekunden hinter Romeo führte Nordhagens polnischer Teamkollege Patryk Goszczurny das Feld als Tagessiebter ins Ziel. Der einzige deutsche Camino-Starter Anton Schiffer (Visma – Lease a Bike / +0:46) belegte Rang 21.
Mit seinem dritten Saisonsieg entschädigte sich Romeo auch für die Pleite im Auftaktzeitfahren, bei dem er durch Platten gestoppt wurde und alle Chancen auf den Tagessieg und das Gelbe Trikot einbüßte. “Ich habe alles versucht, um einem Sprint aus dem Weg zu gehen“, sagte der U23-Zeitfahrweltmeister von 2024 im Flash-Interview. “Ich hatte einen super schwierigen letzten Monat mit einigen Stürzen, aber jetzt bin ich happy“, so der 22-Jährige, der sich mit fünf Begleitern am einzigen Berg des Tages gelöst hatte und schließlich elf Kilometer vor dem Ziel sein siegbringendes Solo gestartet hatte.
Da der der bisherige Gesamtführende Rafael Reis (Anicolor – Campicarn) zuvor schon den Sprung in die entscheidende Gruppe verpasst hatte, gab es auch einen Wechsel an der Spitze des Gesamtklassements. Hier liegt nun Nordhagen eine Sekunde vor Pinarello – beide hatten sich an den Bonussprints Extrasekunden gutschreiben lassen. Der Portugiese Nelson Oliveira (Movistar / +0:07) folgt auf Rang drei vor Yates (+0:13), der auf den vierten Platz vorrückte.
Zur Halbzeit der dreitägigen Rundfahrt durch den spanischen Nordwesten versuchten sich fünf Fahrer aus kleineren Teams als Ausreißer und bekamen rund zweieinhalb Minuten Vorsprung zugestanden.
Schon im unteren Teil des Alto Pico Muralla (2. Kat.), dessen Bergwertung rund 34 Kilometer vor dem Ziel anstand, waren die Ausreißer wieder gestellt, ehe sich kurz darauf eine sechsköpfige Gruppe bildete, zu der Romeo, Yates, Nordhagen, Bennett, Pinarello und Balderstone gehörten. Dagegen fehlte der bisherige Gesamtführende Rafael Reis (Anicolor – Campicarn), der den Anschluss verpasst hatte und sich schnell eine Minute Rückstand einhandelte.
Das Streckenprofil der 3. Etappe des Gran Camino 2026 | Foto: Veranstalter
Eine Attacke von Yates am ersten der drei Bonussprints ging nach hinten los, denn der Topfavorit fand sich im abgehängten Teil wieder, als sich danach die Gruppe teilte und Romeo, Pinarello und Balderstone ein Spitzentrio bildeten, während dahinter Uneinigkeit herrschte.
Aus dem wiederum löste sich Romeo elf Kilometer vor dem Ziel. Im welligen Finale spielte er seine Stärke als Zeitfahrspezialist aus und holte sich als Solist seinen dritten Saisonsieg mit knapp 20 Sekunden Vorsprung auf seine Verfolger, denen nur noch der Kampf um den zweiten Platz blieb.