Schiffer überzeugt im Sprint mit Rang fünf

Endlich: Canal gelingt bei O Gran Camino der ersehnte Heimsieg

Foto zu dem Text "Endlich: Canal gelingt bei O Gran Camino der ersehnte Heimsieg"
Carlos Canal (Movistar,li.) spreint zum Etappensieg beim O Gran Camino. | Foto: Cor Vos

15.04.2026  |  (rsn) – Der Galicier Carlos Canal (Movistar) hat die 2. Etappe des 5. O Gran Camino (2.1) über 148,6 Kilometer von Vilalba nach Barreiros im Sprint des nur noch gut 30-köpfigen Feldes gewonnen. Bei den vier bisherigen Ausgaben der Rundfahrt durch den spanischen Nordwesten war der ehemalige Crosser dabei gewesen, ein Sieg war Canal nicht nur dabei, sondern in seiner gesamten Karriere bisher nicht vergönnt gewesen.

Zweiter wurde der Luxemburger Mats Wenzel (Kern Pharma) vor dem Uruguayner Eric Antonio Fagundez (Burgos – Burpellet – BH), dem Polen Patryk Goszczurny (Visma – Lease a Bike) sowie dessen deutschen Teamkollegen Anton Schiffer. Auftaktsieger Julius Johansen (UAE – Emirates – XRG) konnte dagegen dem Feld nicht folgen und verlor sein Gelbes-Trikot an den Zweiten des Vortages, den Portugiesen Rafael Reis (Anicolor - Tien21).

“Endlich habe ich es geschafft! Es war ein langer Weg bis hierher, Jahr für Jahr bin ich zu diesem Rennen zurückgekehrt, und jetzt haben wir endlich den Sieg geholt“, sagte ein glücklicher Canal , der vor allem sein Team lobte.“ Es hat einen fantastischen Job gemacht, ich kann ihm gar nicht genug danken. Das war mein erster Sieg, aber das Rennen ist erst am Samstag zu Ende. Wenn wir also noch weitere Siege einfahren können, werden wir das tun“, kündigte er weitere Movistar-Offensivaktionen an.

Die Gruppe des Tages bildete sich am Alto da Gañidoira (3. Kat.), der ersten von zwei Bergwertungen des Tages nach knapp 20 Kilometern und bestand schließlich aus acht Fahrern, darunter Jakub Otruba (Caja Rural - Seguros RGA). Der Tscheche wies als Fünfter des Auftaktzeitfahrens nur 39 Sekunden Rückstand gegenüber Johansen auf und war zwischenzeitlich virtueller Gesamtführender, als sich seine Gruppe rund vier Minuten Vorsprung erarbeitet hatte.

Otruba war dann auch der Beste an der zweiten Bergwertung. Am Alto de Noceda (2.Kat.) setzte er sich rund 20 Kilometer vor dem Ziel von seinen Begleitern ab. Die Kuppe erreichte er 20 Sekunden vor Sinuhé Fernandez (Burgos – Burpellet – BH) und derer 35 vor dem Peloton. Dort fehlte Johansen, der bergauf abgehängt worden war. Seine Mannschaft verzichtete auf den nächsten welligen Kilometern darauf, den Dänen, der nur wenige Sekunden zurücklag, zu unterstützen.

Das Streckenprofil der 2. Etappe des Gran Camino 2026 | Foto: Veranstalter

Eingangs der letzten 15 Kilometer war es um Otruba geschehen. Er wurde von rund 30 Fahrern eingeholt. Die bekamen aus dem noch Verstärkung von ungefähr einem Dutzend Profis, dann übernahmen Movistar und Visma – Lease a Bike mehr Verantwortung und erhöhten die Schlagzahl. Auf den letzten sechs Kilometern wurden wieder einige erfolglose Attacken geritten, so dass es zum Sprint kam. In dem sicherte sich der 24-jährige Canal den erhofften Sieg vor den heimischen Fans 

Der 26-jährige Schiffer, einziger Deutscher am Start von O Gran Camino, geriet bergauf nie in Gefahr, machte kurz nach dem letzten Anstieg sogar noch Tempo und hielt im Sprint dann überraschend mit den Besten der Gruppe mit.

Im Gesamtklassement liegt der 33-jährige Reis nun eine Sekunde vor seinem vier Jahre älteren Landsmann Nelson Oliveira (Movistar). Der Norweger Jorgen Nordhagen (Visma – Lease a Bike) ist mit 12 Sekunden Rückstand Dritter vor Ortruba (+0:23), der eine Position gutmachte. Der britische Topfavorit Adam Yates (UAE – Emirates – XRG / +0:25) rückte auf Rang fünf vor.

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