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17.04.2026 | (rsn) – Wenn am Sonntag der Startschuss zum 60. Amstel Gold Race (1.UWT) fällt, dann jährt sich der überraschende Sieg von Mattias Skjelmose (Lidl – Trek) im Dreikampf gegen Tadej Pogacar und Remco Evenepoel zum ersten Mal. Während der Däne damals nur einer von vielen im erweiterten Favoritenkreis war, steht er diesmal von Beginn an deutlich mehr im Fokus – zumal Pogacar nicht mit von der Partie sein wird. Skjelmose wird auch die Startnummer 1 auf dem Rücken tragen.
Ob er aber ähnlich stark sein wird wie vor zwölf Monaten, scheint fraglich. Denn Skjelmoses Frühjahr verlief bislang nicht nach Wunsch. Der 25-Jährige musste seinen Start bei Paris-Nizza (2.UWT) aufgrund einer Entzündung am Handgelenk kurzfristig absagen. Er wurde dann zwar Siebter der Katalonien-Rundfahrt (2.UWT), brach aber bei der Baskenland-Rundfahrt (2.UWT) in der vergangenen Woche unerwartet auf der vorletzten Etappe rund um Eibar ein. Er viel vom fünften noch auf den 14. Gesamtplatz zurück.
"Mattias war komplett verausgabt. Am Ende des steilen Anstiegs lag er nur 20 Sekunden hinter der Spitzengruppe, aber niemand in der Verfolgung wollte mit ihm zusammenarbeiten", erzählte nun der dänische Sportliche Leiter des deutschen Lidl-Trek-Teams, Kim Andersen, dem dänischen Radsportportal Feltet. "Er hatte keine Energie mehr. Dafür haben wir keine Erklärung, denn eigentlich hatte er gut gegessen", so Andersen weiter.
Möglich, dass Skjelmose da schon spürte, was ihn in den Tagen danach traf. "Leider hat er sich nach dem kalten Wetter im Baskenland eine kleine Erkältung eingefangen", verriet Andersen. "Wir haben noch ein paar Tage und hoffen, dass er sich voll erholt. Sicher ist das kein Vorteil, aber es scheint alles unter Kontrolle zu sein. Wir sind sicher, dass er in guter Form ist. An seinen guten Tagen im Baskenland war er immer zur Stelle", so der Däne weiter.
Skjelmose wird bei den Ardennenklassikern der erklärte Leader bei Lidl – Trek sein. Zwar hatte der deutsche Rennstall im Winter geplant, mit ihm und Juan Ayuso eine Doppelspitze bei diesen Rennen an den Start zu schicken. Doch nachdem der spanische Neuzugang im März bei Paris-Nizza im Gelben Trikot nach einem Sturz ausgeschieden war und die Baskenland-Rundfahrt nun kränkelnd aufgeben musste, wird Ayuso die Ardennen nun doch auslassen.