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28.04.2026 | Mit neuen Rädern von Benotti stand das Team Strassacker am vergangenen Sonntag mit einem klaren Ziel am Start der diesjährigen Tour d'Energie: die Titelverteidigung. Nach einem schweren, taktischen Rennen konnte Moritz Palm dieses Ziel realisieren und krallte sich im Sprint-Finale die Krone. Und auch die Mannschaft siegte in der Team-Wertung
Wie schon in den vergangenen Jahren war die Tour d'Energie in Göttingen der Saison-Auftakt für das Team Strassacker. Allerdings mit einer bedeutenden Änderung - neues Material: Das Blade SL von Benotti wurde zum ersten Mal im Rennen eingesetzt.
Aufgrund mehrerer Streckenänderungen bei der diesjährigen Ausgabe hatte es allerdings auch einer taktischen Neuausrichtung bedurft: Der erste große Anstieg der letzten Jahre, der Bramwald, stand nicht mehr als Scharfrichter auf dem Programm. Pünktlich um 10:50 fiel bei strahlendem Sonnenschein der Startschuss, und das Rennen gestaltete sich daher lange Zeit wesentlich offener und hektischer.
Hohes Tempo von Beginn an
Nichts änderte sich jedoch daran, dass das Team Strassacker von Beginn an die Verantwortung bei der Tempo-Arbeit übernahm und das Feld anführte. Vor allem unsere neuen Fahrer Dennis Höllige, Marco van Schijndel und Marc Hepperle, unterstützt vom stark fahrenden Nils Kessler übernahmen hier einen Großteil der Arbeit und machten das Rennen von Beginn an schnell.
An zwei kleineren Anstiegen bei Deiderode und Wiershausen erhöhten wir das Tempo - allerdings ohne dabei eine größere Selektion im Feld herbeiführen zu können. Das blieb groß und es kristallisierte sich heraus, dass wohl der Berg-Sprint am Hohen Hagen die Schlüsselstelle des heutigen Tages werden sollte.
Die Anfahrt zum Anstieg nutzte das Team, um sich zu sortieren und einen geplanten Lead Out in den Berg vorzubereiten. Insbesondere Fabian Thiele und Jakob Keller leisteten hier ganze Arbeit und führten den Zug von vorne an. Mit Beginn des Anstiegs folgten aber direkt harte Attacken anderer Fahrer, unter anderem durch den angriffslustigen Tim Jäger vom Team Sebamed.
Das Team Strassacker siegte auch in der Mannschaftswertung
Ein wie geplant kontrolliert hohes Tempo am Berg war damit passé und das Feld zersplitterte in mehrere kleine Gruppen. Unser Team konnte sich aber an der Spitze behaupten: Flo Sauer folgte Tim Jäger in neuer Bestzeit über die Kuppe des Hohen Hagens. Die beiden bildeten die Spitzengruppe, in der jedoch nur Flo Tempo machen wollte. Dahinter lagen mit etwas Abstand Moritz Palm und Simon Keller (Tuspo Weende) als Verfolger-Duo, ehe eine größere Gruppe heranrauschte.
In der Ebene zwischen Hagen und Göttingen lief dann alles zusammen. Es formierte sich schließlich eine Spitzengruppe mit etwa 20 Fahrern, wir waren hier mit vier Fahrern gut vertreten. Mit Florian, Marvin, Benedikt und Moritz an der Spitze war unser Plan weitgehend aufgegangen. Allerdings blieb das Rennen auch in dieser Gruppe weiter hektisch und unruhig: Immer wieder gab es Attacken, es musste nachgeführt werden, was unter anderem mein Job war. Unser Versuch, das Feld durch ein hohes Grund-Tempo von vorne zu beruhigen und weitere Attacken zu verhindern, war nur kurzzeitig erfolgreich.
Viel Team-Arbeit im Finale
Mit der Einfahrt nach Göttingen war so nochmal viel Team-Arbeit erforderlich, um die finalen Attacken der anderen Fahrer abzuwehren und schließlich den Sprint vorzubereiten für Moritz, unserem schnellen Mann und Titelverteidiger. Auf den letzten Metern war es vor allem Flo, der Moritz perfekt positionieren konnte. Der krönte dann die Team-Leistung mit einem starken Sprint ins Ziel - und dem dritten Sieg in Folge, vor Simon Keller und Bruno Utasch (Team Sebamed).
Dass dieser Sieg alles andere als selbstverständlich war, unterstrich Moritz später im Interview: "Das war der bisher schwierigste Sieg für mich - sehr, sehr umkämpft. Deshalb ist es der Sieg, auf den ich am stolzesten bin.“ Und Moritz bekräftigte die für den Erfolg erforderliche außerordentliche Mannschaftsleistung.
Neben dem Einzelerfolg konnte sich das Team mit Marvin, Flo und mir in den Top 15 auch noch den Sieg in der Mannschaftswertung sichern - mit dem hervorragenden neuen Material von Benotti also ein perfekter Saison-Einstand für das Team aus Süßen! Nächste Station ist am 1. Mai der Rad-Klassiker Eschborn - Frankfurt, mit seiner Berg-und-Talfahrt durch den Taunus. Wir freuen uns drauf…
Benedikt Fundel ist Fahrer im Team Strassacker.
Nachtrag: Gestern erreichte uns die schreckliche Nachricht, dass sich zu Beginn des Rennens leider ein tragischer Zwischenfall ereignet hat, in dessen Folge ein Radsportler verstorben ist. Wir sind tief getroffen und schockiert, die Gedanken des ganzen Teams Strassacker sind bei den Hinterbliebenen.
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