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05.05.2026 | (rsn) – Nach einem dritten und einem zweiten Platz hatte Franziska Koch (FDJ United – Suez) im schweren Finale der 3. Etappe der Vuelta Femenina (2.WWT) schwer zu kämpfen, um nicht den Anschluss an ihre Konkurrentinnen zu verlieren. Zweimal gelang es der Deutschen Meisterin, sich wieder zurückzukämpfen, um schließlich ihr Rotes Trikot zu verteidigen.
“Es war ein echt harter Tag. Am Anfang war es eigentlich ganz entspannt – zumindest für mich. Meine Teamkolleginnen mussten in der ersten Hälfte der Etappe fahren, um die Ausreißergruppe unter Kontrolle zu halten, und die Straßen entlang der Küste waren dann extrem anspruchsvoll“, wurde Koch auf der Homepage der Veranstalter zitiert.
Nachdem ihr Team auf der mit 2.000 Höhenmetern gespickten Etappe durch Galicien früh arbeiten musste, war Koch dann in der entscheidenden Phase auf sich allein gestellt. “Nach dem Zwischensprint (15 Kilometer vor dem Ziel, d. Red.) ging es dann nur noch Vollgas. Der steile Anstieg nach dem Sprint war extrem hart. Er bestand im Grunde aus zwei steilen Abschnitten, und im ersten bin schon richtig tief gegangen, weil ich dachte, das wäre schon der Gipfel“, so die 25-Jährige, die sich allerdings getäuscht hatte, wie sie schnell feststellen musste.
“Als der zweite Anstieg kam, hatte ich dann Probleme. Zum Glück war da eine Gruppe hinter mir, die mir geholfen hat, wieder nach vorne zu kommen. Danach, auf den letzten zehn Kilometern, sind wir bei jedem Anstieg Vollgas gefahren, und das hat das Finale extrem hart gemacht“, erzählte Koch, die schließlich mit der Gruppe der Favoritinnen vier Sekunden hinter Etappensiegerin Cédrine Kerbaol (EF Education – EasyPost) auf Position 16 ins Ziel kam und knapp ihre Gesamtführung vor Lotte Kopecky (SD Worx – Protime) behauptete.
Auch die Belgierin verlor in der vorentscheidenden Phase kurzzeitig den Anschluss, zuvor allerdings hatte sie als zweite am Bonussprint vor Koch vier Sekunden geholt. Dazu kamen weitere sechs Sekunden für Etappenplatz zwei, so dass Kopecky im Gesamtklassement nur noch zwei Sekunden zu Koch fehlen.
Die zog dennoch ein uneingeschränkt positives Fazit von den ersten drei Vuelta-Tagen, zumal sie zuvor gesundheitliche Probleme hatte, wie sie anmerkte. “Nach dem Amstel Gold Race wurde ich krank, bin aber trotzdem zu diesem Rennen gekommen, weil ich wusste, dass mir einige der Etappen sehr gut liegen. Ein dritter und ein zweiter Platz und zwei Tage im roten Trikot – das ist schon fantastisch. Dieses Trikot gibt einem wirklich zusätzliche Kraft“, sagte Koch, die es gemeinsam mit ihrem Team weiter “fest entschlossen ist, es zu verteidigen.“
Das dürfte der Paris-Roubaix-Gewinnerin auf der morgigen 4. Etappe nicht leicht fallen, schließlich geht es in Galicien nochmals hoch den ganzen Tag hoch und runter, wobei wieder mit zahlreichen Attacken zu rechnen sein wird.