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05.05.2026 | (rsn) – Die Königsetappe des diesjährigen Giro d’Italia steht drei Tage vor Schluss in den Dolomiten auf dem Programm. Sie zählt zu den schwersten Hochgebirgsetappen der letzten Jahre. Auf den letzten 100 Kilometern müssen die Fahrer fast 5.000 Höhenmeter überwinden.
Nach einem leicht welligen Start folgen nach etwa 50 Kilometern fünf teilweise sehr harte Anstiege direkt hintereinander, darunter die Cima Coppi am Passo Giau. Das Etappenziel Piani di Pezzè wird nach einem kürzeren Schlussanstieg erreicht. Sowohl die Klassementfahrer als auch die Ausreißergruppe haben Chancen auf den Etappensieg. ___STEADY_PAYWALL___
Von Feltre führt die Strecke über das Belluno-Tal und entlang des Flusses Cordevole leicht ansteigend nach Agordo. Dort beginnt der Passo Duran, ein zwölf Kilometer langer Anstieg mit einer Steigung von über acht Prozent. Nach einer Abfahrt folgen die Bergwertungen in Coi und Forcella Staulanza, die von einem kleinen Bergabstück unterbrochen sind. An der zweiten wird der Zwischensprint abgenommen, der für die Sprinter kein Ziel sein wird.
Nach einer weiteren Abfahrt folgt der vielleicht härteste Anstieg der gesamten Italien-Rundfahrt. Am Passo Giau, auf 2.233 Metern Höhe, wird nach fast zehn Kilometern und einer Steigung von über neun Prozent die Cima Coppi am höchsten Punkt des Giro d’Italia vergeben. Auch der folgende Passo Falzarego übertrifft die 2.100 Meter, die Steigung ist dort aber deutlich flacher. Der Bonussprint steht nach der Hälfte des Anstiegs an.
Es folgt die längste Abfahrt des Tages. In Alleghe beginnt der Schlussanstieg nach Piani di Pezzè. Auf fünf Kilometern beträgt die Steigung fast zehn Prozent. Dort bietet sich eine beeindruckende Aussicht auf die imposante Nordwestwand des Civetta-Massivs.
Aufgrund des flacheren Etappenstarts sind Kletterer in der Ausreißergruppe auf Teamkollegen angewiesen. Auch die Teams der Klassementfahrer könnten taktisch tempofeste Helfer in die Offensive schicken, um ihren Kapitänen später bergauf oder bergab helfen zu können.
Der Träger des Rosa Trikots dürfte an diesem prestigeträchtigen Etappensieg besonders interessiert sein. Zudem könnte nach dem brutal schweren Tag die Vorentscheidung im Kampf um den Gesamtsieg der Italien-Rundfahrt 2026 gefallen sein.
Die Streckenkarte der 19. Etappe | Foto: RCS Sport
Feltre – Alleghe, 151 km
Startzeit: 12:45
Zielzeit: 17:12
Sprintwertung:
Palafavera (Kilometer 78,2)
Red-Bull-Kilometer:
Pavafalera (Kilometer 118,6)
Bergwertungen:
Passo Duran (Kat. 1, Kilometer 58,7)
Coi (Kat. 2, Kilometer 72,9)
Forcella Staulanza (Kat. 1, Kilometer 82,0)
Passo Giau (Cima Coppi, Kilometer 101,6)
Passo Falzarego (Kat. 2, Kilometer 122,2)
Alleghe (Kat. 2, Kilometer 151,0)
Das Streckenprofil der 18. Etappe | Foto: RCS Sport