Watson gewinnt Schlussetappe in Wien

Tour of Austria: Mühlberger feiert souveränen Start-Ziel-Sieg

Von Matthias Seng

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Gregor Mühlberger (Decathlon - CMA CGM / Nationalteam Österreich) hat die 75. Tour of Austria gewonnen. | Foto: Expa Pictures

12.07.2026  |  (rsn) – Gregor Mühlberger (Decathlon - CMA CGM) hat am Schlusstag der 75. Tour of Austria (2.1) nichts mehr anbrennen lassen und vor den heimischen Fans als erster Österreicher seit Riccardo Zoidl 2013 wieder die Gesamtwertung der nationalen Rundfahrt gewonnen.

Die abschließende 5. Etappe über 109 Kilometer von Langenlois nach Wien entschied der Brite Sam Watson am Rathausplatz im erwarteten Sprint vor dem Italiener Vincenzo Albanese (EF Education – EasyPost) und Mühlbergers Landsmann Patrick Konrad (Lidl – Trek) für sich. Bester deutscher Fahrer war wie schon auf der vorletzten Etappe Jermaine Zemke (Rembe – rad-net), der in der österreichischen Hauptstadt die Top Ten komplettierte. 

“Ich bin überwältigt und super happy und unglaublich stolz auf das Team und die Arbeit, die es über fünf Tage hin geleistet hat. Und jetzt ist es an der Zeit, das zu genießen“, kommentierte Mühlberger seinen Start-Ziel-Sieg, für den er mit seinen beiden Etappenerfolgen zu Beginn die Basis gelegt hatte. Für die Tour of Austria hatte er kurzfristig gemeldet, nachdem er von seiner Decathlon-Equipe nicht für die Tour de France nominiert worden war. "Dieser Sieg ist nicht irgendein Triumph für mich. Das größte Rennen der Heimat zu gewinnen ist so besonders. Heute bleiben wir alle in Wien, meine ganze Familie und viele Freunde sind natürlich da. Gemeinsam werden wir ordentlich feiern", fügte der Wahl-Salzburger an.

Der 32-jährige Mühlberger sicherte sich den zweiten Rundfahrtsieg seiner Karriere souverän mit 1:25 Minuten Vorsprung auf den US-Amerikaner Kevin Vermaerke (UAE – Emirates – XRG). Der 39-jährige Niederländer Bauke Bauke Mollema (Lidl – Trek / +1:40) komplettierte das Schlusspodium vor dem Spanier Carlos Rodriguez (Netcompany – Ineos /1:47) und dem Briten Paul Double (Jayco – AlUla / +1:51). Bester deutscher Fahrer war Zemkes Teamkollege Johannes Adamietz (+9:13) auf Rang 21.

Der Tscheche Piotr Pekala (ATT Investments) nahm das Bergtrikot mit nach Hause. Der Gesamtzweite Vervaeke, dessen hoch gehandeltes UAE-Team leer ausging, gewann zumindest die Punktewertung, Watsons Teamkollege Andrew August entschied als Gesamtsechster die Nachwuchswertung für sich. Netcompany – Ineos wurde als bestes Team ausgezeichnet.

So lief die 5. Etappe der Tour of Austria:

Auch am Schlusstag der Rundfahrt war Mauro Brenner (Rembe – rad-net) als Ausreißer unterwegs, zum bereits vierten Mal im Verlauf des Rennens. Diesmal erhielt der Deutsche U23-Meister Begleitung durch den Österreicher Philipp Hofbauer (Vorarlberg), die Tschechen Filip Lepka (Schwingshandl Intralogistics) und Václav Jezek (Kasper crypto4me) sowie den Schweden Joel Mellby (Lucky Sport). Rund zwei Minuten bekam die Gruppe auf überwiegend flachem Terrain zugestanden.

Am letzten Anstieg der Rundfahrt rund 25 Kilometer vor dem Ziel ging Lidl – Trek mehrmals vergeblich in die Offensive. Kurz vorher war Brenner aus der Gruppe herausgefallen. An der Bergwertung, die Jezek vor Hofbauer gewann, betrug der Vorsprung des verbliebenen Quartetts nur noch knapp 20 Sekunden, ehe der Österreicher in der Abfahrt seine Begleiter abschüttelte.

Das Streckenprofil der 5. Etappe der Tour of Austria | Foto: Veranstalter

Das von der Österreichischen Nationalmannschaft angeführte Feld, aus dem mehrere Sprinter herausgefallen waren, stellte in der Folge die Ausreißer und mit Hofbauer den letzten der Spitzenreiter 15 Kilometer vor dem Ziel. Bei hohem Tempo, für das auch das Rot-Weiße Trikot des Gesamtführenden sorgte, hielt das Feld die abgehängten Sprinter auf Distanz.

Auf den letzten beiden Kilometern übernahmen die WorldTour-Teams die Kontrolle, ehe Netcompany – Ineos den Sprint für Watson vorbereitete. In der letzten Kurve war der Brite noch hinter vier Lidl-Trek-Fahrern, um dann aber auf der kurzen Zielgeraden unwiderstehlich an seinen Konkurrenten vorbeizuziehen und sich seinen zweiten Saisonsieg vor Albanese und Watson zu holen.

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