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08.07.2026 | (rsn) – Den Frust über die verpasste Tour de France (2.UWT) hat Gregor Mühlberger (Decathlon - CMA CGM) in seinen ersten Saisonsieg umgewandelt. Der in der Heimat für das Nationalteam startende Österreicher holte sich den Auftakt der 75. Tour of Austria (2.1) über 188 Kilometer von Graz nach Gamlitz nach einer Attacke rund 13 Kilometer vor dem Ziel und übernahm auch das Führungstrikot der fünftägigen Rundfahrt.
Mit elf Sekunden Rückstand entschied der US-Amerikaner Kevin Vermaerke (UAE – Emirates – XRG) den Sprint der Verfolger vor dem Lidl-Trek-Trio Hector Alvarez, Bauke Mollema und Andrea Bagioli für sich. Der Österreichische Meister Michael Gogl (Alpecin – Premier Tech) wurde zeitgleich Sechster vor dem britischen Jayco-Duo Finlay Pickering und Paul Double. Eine starke Leistung zeigte der Schweizer Nicolas Ginter (Tirol – KTM), der als einziger Kontinental-Fahrer in der Spitzengruppe das Ziel erreichte und Tageselfter wurde.
Dagegen kamen weder der favorisierte Schweizer Jan Christen (UAE – Emirates – XRG) noch der Vorjahressechste Lennard Kämna (Lidl – Trek) in einer der ersten beiden Gruppen ins Ziel.
“Ich bin super happy, das Team hat einen tollen Job gemacht. Es war das erste Mal, dass wir zusammen gefahren sind. Es ist eine große Ehre, in diesem Trikot zu fahren und Österreich in diesem Rennen zu repräsentieren“, sagte ein strahlender Mühlberger im Ziel-Interview. “Ich bin megahappy, ich bin sehr tief gegangen, denn es war doch weiter als gedacht bis zur Ziellinie. Jetzt heißt es bestmöglich regenerieren und dann voller Fokus auf die nächsten Tage“, so der Decathlon-Profi, der zwar beim Giro als Helfer des Gesamtzweiten Felix Gall dabei gewesen war, dann aber entgegen seinen Erwartungen von seiner Equipe nicht mit zur Tour genommen worden war.
Im Gesamtklassement führt Mühlberger nach der 1. Etappe mit 15 Sekunden Vorsprung auf Vermaerke, weitere zwei Sekunden dahinter belegt Alvarez Rang drei vor acht weiteren Fahrern, die jeweils 21 Sekunden Rückstand aufweisen. Der Gesamtführende steht auch an der Spitze der Punktewertung, Alvarez ist bester Nachwuchsfahrer.
Der Deutsche Tobias Nolde (Team Vorarlberg) sammelte aus der Gruppe des Tages heraus an den Anstiegen insgesamt 14 Punkte und führt damit die Bergwertung an.
Bereits am morgigen zweiten Tag steht die Königsetappe an, die mit der Bergankunft am Großglockner auf 2.360 Metern Höhe endet, wo zugleich dee Vorentscheidung über den Gesamtsieg fallen wird.
Eine vierköpfige Ausreißergruppe mit den drei Deutschen Nolde, Tim Gloßner (Benotti – Berthold) und Mauro Brenner (Rembe – rad-net) sowie dem Luxemburger Loïc Bettendorff (Hrinkow Advarics) bekam auf hügeligem Terrain mehr als sechs Minuten Vorsprung zugestanden, der eingangs der 40 Kilometer langen Zielrunde noch rund dreieinhalb Minuten betrug.
Zuvor hatte sich Bettendorf die erste und Nolde die zweite Bergwertung gesichert. Im Feld sorgten die Favoritenteams wie Netcompany – Ineos oder UAE – Emirates für Tempo. Gut 30 Kilometer vor dem Ziel schüttelten Nolde und Brenner an einer bergaufführenden Passage ihre Begleiter ab.
Im letzten der drei kategorisierten Anstiege des Tages, der auf drei Kilometern eine durchschnittliche Steigung von 6,5 Prozent aufwies, konnte Nolde dem von Brenner eingeschlagenen Tempo nicht mehr folgen. Beide wurden kurz darauf vom Feld gestellt, in dem nun die Favoriten Ernst machten.
Das Streckenprofil der 1. Etappe der Tour of Austria | Foto: Veranstalter
Die Bergwertung der 2. Kategorie sicherte sich Kletterspezialist Double, der zuvor in den bis zu 20 Prozent steilen Passagen attackiert hatte. Aus der so entstandenen elfköpfigen Spitzengruppe löste sich Mühlberger rund 13 Kilometer vor dem Ziel in einer Gegensteigung und fuhr sich gegenüber Double und Vermaerke einen Vorsprung von rund 15 Sekunden heraus. Zum Duo schlossen dann aber die weiteren Verfolger auf, ehe sich die Gruppe an der letzten Welle zwischenzeitlich nochmals teilte.
Mühlberger rettete seinen knappen Vorsprung auf die uneinigen Verfolger ins Ziel, um dort souverän seinen ersten Tageserfolg bei einer Österreich-Rundfahrt zu sichern. Den Sprint der Verfolger entschied Vermaerke vor Alvarez für sich.
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