Die 6. Etappe der Vuelta a Espana 2026

Schwere Prüfung mit 3.000 Höhenmetern inklusive Schotter

Von Paul Grosch

Foto zu dem Text "Schwere Prüfung mit 3.000 Höhenmetern inklusive Schotter"
| Foto: Cor Vos

27.08.2026  |  (rsn) – Auch die 6. Etappe führt in einer Schleife nahe der Mittelmeerküste entlang, wenn auch weiter südlich durch die Region Valenciana. Auf 177 Kilometern sind 3080 Höhenmeter zu bewältigen. Der letzte Anstieg, der in Teilen sehr steil und unbefestigt ist, gipfelt etwa 20 Kilometer vor dem Ziel.

Der Startort Alcossebre grenzt im Norden an den Naturpark Serra d’Irta. Nach einem welligen Start beginnt nach 25 Kilometern die lange, aber nicht sonderlich steile Bergwertung am Puerto de la Serratella. Nach weiteren welligen 20 Kilometern folgt der kürzere und steilere Coll de la Bandereta. Nach einer stufenartigen Abfahrt und mehreren flachen Abschnitten wird nach 120 Kilometern in Benicàssim der Zwischensprint ausgetragen, der direkt in den Anstieg zum Alto Desierto de las Palmas mündet. Das gleichnamige Küstengebirge ist für seine roten Sandstein- und Felsenformationen bekannt und beliebt bei Radfahrern und Wanderern.

Nach der Abfahrt führt die Strecke flach zurück nach Benicàssim und erneut in Richtung Alto Desierto de las Palmas hinauf. Nach einigen Kilometern biegen die Fahrer jedoch auf eine unbefestigte Straße ab. Die nächsten mehr als zwei Kilometer auf Schotter sind deutlich über zehn Prozent steil. Ein kurzes Plateau führt zur Bergwertung Puerto El Bartolo, bei der auch Bonussekunden vergeben werden. Ab dem Gipfel an der Kapelle Cima Bartolo geht es auf einer Teerstraße auf dem bekannten Weg über den Alto Desierto de las Palmas erneut wieder herunter.

Die Fahrer verlassen nun den Rundkurs, wobei es auf breiter Straße über einige Kreisverkehre in den Zielort Castelló geht. Zwei 90-Grad-Rechtskurven bringen die Profis dann auf die Zielgerade. Die letzten neun Kilometer sind völlig flach. Der Zielort Castelló liegt nahe am Mittelmeer und hat mit dem Grau de Castelló einen  Hafen direkt an der Küste.

Der hügelige Beginn mit den zwei Bergwertungen eignet sich gut für die Bildung einer Ausreißergruppe. Auch wegen der Bonussekunden könnten die Teams der Klassementfahrer die Etappe für ihre Kapitäne deshalb kontrollieren. Um die Solofahrt eines GC-Fahrers zu erleichtern, sollte die Favoritengruppe vor dem letzten Anstieg bereits ausgedünnt sein. Am letzten Anstieg sind wegen der Steigung und des Schotteruntergrunds auch größere Abstände möglich.

Die Streckenkarte der 6. Etappe | Foto: ASO

Die 6. Etappe der Vuelta a España kompakt:

Alcossebre – Castelló, 177,4 km, 3080 Höhenmeter

Startzeit: 13:11

Zielzeit: 17:31

Sprintwertung:
Benicàssim (Kilometer 120,1)

Bergwertungen:
Puerto de la Serratella (Kat. 2, Kilometer 40,6)
Coll de la Bandereta (Kat. 3, Kilometer 66,3)
Alto Desierto de las Palmas (Kat. 2, Kilometer 128,5)
Puerto El Bartolo (Kat. 1, Kilometer 156,8)

Das Streckenprofil der 6. Etappe | Foto: ASO

Der Puerto El Bartolo im Detailprofil | Foto: ASO

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