Deutsche bestimmen das Finale, gehen aber leer aus

Nach dem Profivertrag feiert Stella den Avenir-Etappensieg

Von Kevin Kempf

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Davide Stella (UAE – Emirates – Gen Z) | Foto: Cor Vos

22.08.2026  |  (rsn) – Davide Stella (UAE – Emirates – Gen Z) hat die mit 231 Kilometern längste Etappe der Tour de l’Avenir (2.2U) gewonnen. In Saint-Vallier war der Italiener, der gerade einen Profivertrag bei UAE für 2027 unterschrieben hat, der Schnellste im dezimierten Peloton.

Stellas Landsmann Thomas Capra (Bahrain Victorious Development) belegte wie am Vortag den zweiten Rang. Das Tagespodium komplettierte Dawid Lewandowski (Nationalmannschaft Polen) vor Ashlin Barry (Visma – Lease a Bike Development) und Lenaic Langella (Nationalmannschaft Polen). Kasper Haugland (Decathlon – CMA CGM Development) behauptete die Gesamtführung.

Heimo Fugger (UAE – Emirates – Gen Z), Victor Loulergue (Groupama – FDJ United CT), Will Holmes (Hagens – Bermans – Jayco) und Matthew Dodd (Netcompany – Ineos Racing Academy) bildeten die Gruppe des Tages. 68 Kilometer vor dem Ziel versuchte Eike Behrens (Deutsche Nationalmannschaft) mit vier weiteren Fahrern die Lücke nach vorn zu überbrücken, was auch nach einer Jagd von sechs Kilometern gelang. Mit noch 57 zu fahrenden Kilometern aber setzten sich Dodd und Timothée Coudière-Cantin (Französische Nationalmannschaft) von ihren Begleitern ab, die wenig später eingeholt wurden.

An der Côte de Chaume (4.Kat.) griff Zemke an. Mit Aubin Sparfel (Decathlon – CMA CGM Development) und Marco Cuylits (Lotto – Groupe Wanty) am Hinterrad stürmte er am Führungsduo vorbei. Da der Rembe-Fahrer aber wenig Unterstützung bekam, wurde das neue Spitzentrio schon kurz vor der Bergwertung eingangs der letzten 26 Kilometer wieder eingeholt. Said Cisneros (Soudal – Quick-Step Devo) und Magnus Carstensen (EF Education – Aevolo) probierten es als nächstes.

Das Streckenprofil der 3. Etappe der Tour de l‘Avenir | Foto: Veranstalter

Das sah zunächst wenig vielversprechend aus, da die Lücke nicht größer als 20 Sekunden wurde. Doch eingangs der letzten 10 Kilometer nahm das Peloton Tempo raus und innerhalb von gut zwei Kilometern fuhr das Duo auf 40 Sekunden davon. Erst am Fünf-Kilometer-Banner wurde die Meute wach. Eine Welle 1,5 Kilometer vor dem Ziel kostete das Duo viel Zeit. Auf der ebenfalls ansteigenden Zielgerade fuhr Eike Behrens (Deutsche Nationalmannschaft) dann die restlichen Meter mit dem Peloton im Schlepptau zu. Die Ausreißer holte er 150 Meter vor dem Zielstrich ein, im Sprint fehlten ihm anschließend aber die Kräfte. Stella war deutlich der Schnellste.

“Ich wusste gar nicht, ob ich gewonnen hatte. Die Ausreißer waren vorn und ich hatte nicht gesehen, dass wir sie eingeholt haben“, erklärte Stella seinen zunächst nur zögerlichen Jubel. Für den 20-Jährigen war es 2026 der zweite Erfolg nach einem Tagessieg bei der Volta a Portugal do Futuro (2.2U).

Im Klassement liegt Haugland weiter zeitgleich vor Auftaktsieger Niels Driesen (Lotto – Groupe Wanty) und Topfavorit Lorenzo Finn (Red Bull – Bora – hansgrohe Rookies).

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