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21.08.2026 | (rsn) - Mit einem weiteren Überraschungssieg ist die 2. Etappe der Deutschland-Tour (2.Pro) 2026 zu Ende gegangen: Der erst 19-jährige Italiener Alessio Magagnotti (Red Bull – Bora – hansgrohe) besiegte Top-Favorit Paul Magnier (Soudal – Quick-Step) im Massensprint. Der Franzose musste sich nach 197 Kilometern in Offenbach an der Queich zum zweiten Mal bei dieser Austragung der D-Tour mit Rang zwei zufriedengeben. Dritter wurde Iuri Leitao (Caja Rural – Seguros RGA) aus Portugal.
Magagnotti, der aktuell zum Rookie-Team von Red Bull – Bora – hansgrohe gehört, bedankte sich im Zielinterview artig bei seiner Equipe, die bei der vermutlich einzigen Chance auf einen Massensprint auf ihn statt auf den erfahrenen Danny van Poppel setzte. Der Niederländer stellte sich im Finale in den Dienst des aufstrebenden Italieners und sorgte dafür, dass Magagnotti gut positioniert war.
Als Leitao 200 Meter vor dem Ziel überraschend antrat, zeigte der 19-Jährige aber auch, welch guten Renninstinkt er besitzt, denn er zögerte keinen Sekundenbruchteil und sprang mit dem Portugiesen mit. Von dessen Hinterrad beschleunigte Magagnotti kurz darauf unwiderstehlich und zog auch an Magnier, der wie Leitao deutlich länger im Wind gewesen war, vorbei.
"Der Sieg fühlt sich großartig an. Ich kann es gar nicht glauben. Ich glaube, heute war erst mein fünftes Rennen im WorldTour-Team.“, kommentierte Magagnotti seinen bislang mit Abstand größten Erfolg. In seinen Dank schloss der Tagessieger außer van Poppel auch den Australier Jarrad Drizners mit ein. Beide hätten während im Finale den Großteil der Arbeit für ihn gemacht.
Ab Platz vier folgten vier deutsche Fahrer in Reihenfolge: Maximilian Walscheid (Lidl – Trek), Phil Bauhaus (Bahrain Victorious), Tobias Müller (Unibet – Rose Rockets) und Altmeister John Degenkolb (Picnic – PostNL). Henri Uhlig (Alpecin – Premier Tech) auf Rang neun polierte das in der Breite aus deutscher Sicht starke Resultat zusätzlich auf - schließlich ging der Tagessieg ja auch an ein heimisches Team.
In der Gesamtwertung rückte Isaac Del Toro (UAE – Emirates – XRG) um drei Sekunden näher an den weiterhin führenden Franzosen Louis Barré (Visma – Lease a Bike) heran. Der Mexikaner hatte den Bonifikationssprint gewonnen, bei dem sich 23 Kilometer vor dem Ziel die Spezialisten heraushielten. Dritter bleibt Giulio Ciccone (Lidl – Trek, +0:18).
Del Toro führt auch die Punktwertung mit zwei Zählern vor Magnier an. Zusätzlich liegt der Dritte der vergangenen Tour de France an der Spitze des Nachwuchsklassements – vor Edoardo Zambanini (Bahrain Victorious). Das Bergtrikot übernahm durch eine weitere Fahrt in der Gruppe des Tages Ole Theiler (Rembe – rad-net) von seinem Teamkollegen Miguel Heidemann. Bestes Team bleibt Visma – Lease a Bike vor Lidl – Trek.
In der Anfangsphase bildete sich ein Trio mit Ole Theiler (Rembe – rad-net), Ben Felix Jochum (Lotto – Kern-Haus - Outket Montabaur) und Alvaro Sagrado (Storck - MRW Bau). Mehr als 2:30 Minuten Vorsprung bekamen die Ausreißer aber nie, weil die Mannschaften der schnellen Leute unbedingt die Chance auf einen Massensprint wahren wollten. Unterwegs reichte Theiler ein Bergpunkt, um das Bergtrikot für mindestens einen Tag zu übernehmen.
Dauerregen machte den Arbeitstag für die Fahrer zusätzlich schwer. Erst in Richtung Bonussprint, 23 Kilometer vor dem Ziel, wurde es trocken. Dort kam das Ausreißer-Trio nicht mehr vor dem Feld an – die Flucht wurde kurz vorher nach rund 160 Kilometern beendet. Die drei Sekunden sicherte sich in Bellheim Del Toro, der von Teamkollege Nils Politt auf Platz zwei noch zusätzlich abgeschirmt wurde. Vacek gewann eine Sekunde.
Das Streckenprofil der 2. Etappe der Deutschland Tour | Foto: Veranstalter
Bis zum Ziel ließen die Teams Soudal – Quick-Step, Lidl – Trek, Bahrain Victorious und Unibet – Rose Rockets nichts mehr anbrennen. Soudal eröffnete den Sprint, Magnier ging früh an die Spitze, doch Magagnotti sprang auf den letzten 50 Metern vorbei. Während sich der Italiener mit der Hand auf die Brust schlug, ärgerte sich der erneut knapp geschlagene Franzose, der vor Leitao als Zweiter über den Strich rollte.
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