Hagel-Chaos und Flucht ins Restaurant bei der Vuelta

Pogacar macht den Patron und winkt das Feld von der Strecke

Von Christoph Matt

Foto zu dem Text "Pogacar macht den Patron und winkt das Feld von der Strecke"
Teile des Pelotons suchten Schutz in einem Restaurant | Foto: Cor Vos

24.08.2026  |  (rsn) - Dem Patron des Pelotons war es zu viel. Tadej Pogacar (UAE - Emirates - XRG) erhob die Hand, wies auf eine Ausfahrt und fuhr mit seinem Teil des Feldes von der Strecke. Auf der 3. Etappe der Vuelta a Espana (2.UWT) zog ein heftiges Unwetter über die Region, und dicke Hagelkörner bedeckten in wenigen Minuten die Straße – heftig genug, dass die Liveübertragung nur noch fragmentarische Szenen aus dem Rennen liefern konnte.

Ungefähr 20 Kilometer vor dem Ziel stellte sich zuerst heftiger Regen ein, woraufhin die Rennleitung das Rennen zunächst pausierte. Nach dem erneuten Start musste es schließlich jedoch endgültig abgesagt werden. Dem Regen war Hagel gefolgt, vor dem die meisten Fahrer Schutz suchten.

”Es kam aus dem Nichts: Hagel, Regen, starke Windböen ... es war wirklich bizarr. Wie man sieht, liegt immer noch eine riesige Menge Hagel auf dem Asphalt. Es ist extrem rutschig. Das Wetter klart zwar gerade wieder etwas auf, aber es war das komplette Chaos”, kommentierte Jip van den Bo, die Reporterin von Eurosport vor Ort.

Das deutschsprachige Trio mit Patrick Konrad (Lidl - Trek), Felix Gall (Decathlon - CMA CGM), und Stefan Küng (Tudor) scheinen sich schnell aufgewärmt zu haben. | Foto: Cor Vos

Der vordere Teil des Pelotons, den Pogacar im roten Trikot von der Straße winkte, fand Unterschlupf in einem Restaurant am Straßenrand. Unklar blieb, wann die beiden Ausreißer Mats Wenzel (Kern Pharma) und Lorenzo Fortunato (XDS - Astana) vom Rennende erfuhren.

”Zur Sicherheit der Fahrer wurde die dritte Etappe wegen Hagels und Unwetters abgesagt. Es gibt keinen Etappensieger und keine Siegerehrung”, vermeldete der Veranstalter, aber erst nachdem die Fahrer das Rennen eigentlich bereits eigenständig für beendet erklärt hatten.

Der Rundfahrt entging somit die erste Bergankunft. Auf der 4. Etappe wartet aber direkt das nächste kletterintensive Teilstück. Zumindest nach aktuellem Stand sollte es im Start- und Zielort Andorra trocken bleiben.

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