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28.08.2026 | (rsn) – Erst auf der 7. Etappe der Vuelta a Espana 2026 waren zum ersten Mal die Ausreißer an der Reihe. Uno-X Mobility feierte am Todestag des norwegischen Königs Harald einen Dopppelsieg. Der Norweger Andreas Leknessund setzte sich an der Bergankunft in Aramòn Valdelinares vor seinem Landsmann Tobias Halland Johannessen durch.
Wout van Aert (Visma – Lease a Bike) wurde Dritter und übernahm die Führung in der Punktewertung. Tadej Pogacar (UAE – Emirates – XRG) war erneut der Beste der Favoriten und holte einige Sekunden auf seine Konkurrenten heraus.
In unserem Stimmensammler können Sie nachlesen, was die Protagonisten zum Rennen zu sagen hatten.
Andreas Leknessund (Uno-X Mobility / Sieger / Flash-Interview): “Es ist schwer, Worte zu finden. Ich habe nicht erwartet, dass es so emotional wird. Ich habe wirklich lange dafür gekämpft. Ich habe vom Start weg mit Wout (van Aert) attackiert. Es war so hart, weil wir so schnell gefahren sind. Tobias (Halland Johannessen) ist dann noch dazugekommen. Als er dabei war, hat es mich zuversichtlich gestimmt, dass wir heute gewinnen können. Ich bin sehr stolz, ein Teil dieses Teams zu sein. Es war ein spezieller Tag für das Team und auch für ganz Norwegen.“
Tobias Halland Johannessen (Uno-X Mobility / 2. Platz / Eurosport): “Ich habe zu Andreas gesagt, dass er es zuerst probieren soll und wir dann sehen, wie die anderen reagieren. Aber das haben sie nicht getan, das war für uns natürlich ein absolutes Traumszenario. So stellt man es sich vor, wie es in einer Gruppe funktionieren könnte, wenn man zu Zweit vorne ist. Es ist perfekt aufgegangen heute. Andreas war super stark heute und es ist etwas ganz besonderes, gerade mit dem, was zuhause in Norwegen los ist.“
Wout van Aert (Visma – Lease a Bike / 3. Platz / Eurosport): "Ich bin froh, dass es leicht ausgeschaut hat, aber so war es nicht. Ich bereue es etwas, dass ich kein Selbstvertrauen für den Schlussanstieg hatte. Unterwegs dachte ich mir, es wäre gut, die Punkte beim Zwischensprint einzustreichen und dann einen Vorsprung zu haben, um mindestens in den Top 5 zu landen. Aber am Schlussanstieg habe ich gesehen, dass die Anderen auch müde waren. Vielleicht hätte ich es etwas schlauer angehen sollen.“
Eddie Dunbar (Pinarello – Q36.5 / 8. Platz / Eurosport): “Es war ein langer Tag. Die Gruppe hinter uns hat nicht so gut kooperiert, also habe ich zu Lutsenko und Johannessen gesagt, dass wir nach vorne wollen zu Wout (van Aert) und wir haben dann sehr gut zusammengearbeitet. Wir hatten vier große Motoren dabei, sicher größere als mich und wir sind super zusammengefahren. Ich habe mich gut gefühlt und mir auch Chancen ausgerechnet, aber vielleicht habe ich im Flachen ein bisschen zu viel investiert."
Tadej Pogacar (UAE – Emirates – XRG / 19. Platz und Gesamtführender / Eurosport): “Ich hätte es bevorzugt, wenn wir einfach unser Tempo hätten fahren können. Aber Decathlon hat dann ein richtig hartes Tempo gesetzt. Also war die GC-Gruppe dann in Einzelteile zerlegt. Es war auf jeden Fall Würze drin. Am Ende ist es ein guter Tag für uns. Auch wenn sie am Ende Vollgas gegeben haben. Aber so ist Rennfahren. Jeder hat seine eigenen Gründe dafür, Vollgas zu geben. Decathlon hat versucht, zu attackieren. Sie haben es gut gemacht. Der Anstieg liegt ihnen. Also müssen sie es versuchen. Chapeau. Wir hätten heute pushen können. Aber es ist besser, das Team etwas zu schonen. “
Felix Gall (Decathlon - CMA CGM / Gesmatvierter / Eurosport): “Heute habe ich mich viel besser gefühlt. Gestern war es am Ende auch okay, aber vor dem Finale habe ich mich nicht gut gefühlt. Aber so ist es manchmal in einer Grand Tour. Es ist auch schön, so ein starkes Team an meiner Seite zu wissen. Die Jungs haben mich den ganzen Tag gepusht und wir sind ziemlich aggressiv gefahren, so macht es Spaß. Wir wollten es eigentlich etwas konservativer angehen, aber es wurde zu einem guten Tag, um etwas zu versuchen. Und mit so starken Teamkollegen geht das dann auch, zum Beispiel mit Gregor (Mühlberger) und Callum (Scotson), die sind immer motiviert."
Oscar Onley (Netcompany – Ineos / 24. Platz / Flash-Interview): “Wir sind den Schlussanstieg immer noch schnell hochgefahren. Aber es war irgendwie hart, heute tief zu gehen. Wenn dann so eine Gruppe vorne ist und man den ganzen Tag den Druck auf die Pedale bringen muss, da habe ich mich heute im Finale nicht so gut gefühlt. Am Anfang war es ziemlich chaotisch. Es war eine komische Etappe. Es ging sehr viel bergauf, aber nur wenig bergab. Aber es waren keine harten Anstiege. Ich bin auf der 4. Etappe krank geworden. Ich versuche immer noch, wieder ganz gesund zu werden. Es wird jeden Tag besser. Aber in einer Rundfahrt ist es schwer, sich zu erholen. Hoffentlich bin ich am Sonntag wieder voll da.“
Pello Bilbao (Bahrain Victorious / 32. Platz / Eurosport): “Gestern hatten wir es schwer. Heute haben wir es noch einmal versucht. Ich glaube, wir haben es gut gemacht. Von der Strategie her haben wir etwas gezögert. Aber das passiert, wenn die Ausreißer aus Fahrern bestehen, die in der Theorie stärker sind. Aber ich hatte Vertrauen in Jakob Omrzel. Er ist in einer außergewöhnlich guten Form. Wir haben an unsere Chancen geglaubt..“
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