Die Stimmen zur 8. Etappe der Vuelta a Espana

Van Aert: “Der Tag wird immer mit dem Pogacar-Sturz verbunden sein“

Von Jan Zesewitz

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Wout Van Aert (Visma - Lease a Bike) | Foto: Cor Vos

29.08.2026  |  (rsn) – Chaos regierte auf der 8. Etappe der Vuelta a Espana 2026. Bryan Coquard (Cofidis) sicherte sich den Sieg im Massensprint, der angesichts einer Vielzahl an Stürzen fast zur Nebensache wurde. Das prominenteste Opfer war kurz nach dem Zwischensprint der Gesamtführende Tadej Pogacar (UAE - Emirates - XRG), der die Spanien-Rndfahrt verletzt aufgeben musste.

In unserem Stimmensammler können Sie nachlesen, was die Protagonisten zum Rennen zu sagen hatten.

Die Stimmen zu 8. Etappe der Vuelta a Espana:

Bryan Coquard (Cofidis / Etappensieger / Flash-Interview):"500 Meter vor dem Ziel habe ich Jordi Meeus gesehen, und ich weiß, dass er sehr schnell ist. Ich habe gewartet und gewartet, weil Gegenwind oder auch Seitenwind herrschte. Dann habe ich einen guten Moment erwischt. Und jetzt bin ich sehr happy, ich habe wirklich lange darauf gewartet. Es war ein großartiger Tag."

Mads Pedersen (Lidl - Trek / Zweiter / Eurosport):"Es war eine langweilige Etappe. 170 Kilometer lang passiert echt wenig, ein Fahrer opferte sich und riss aus, Visma kontrollierte. Dann ein schlimmer Sturz von Tadej (Pogacar), es ist nie schön, wenn einer der ganz Großen ausscheidet. Das hat letztlich den ganzen Anstieg neutralisiert. Dann haben eben viele Fahrer frischere Beine als nach einem anstrengenden Renntag und es ist immer chaotisch mit vielen Kurven, aber insgesamt haben wir es als Team ganz gut gemanaget."

Enric Mas (Movistar / Gesamtführender / Eurosport):"Das Trikot mit einem Sturz zu übernehmen, ist kein gutes Gefühl. Morgen werden wir versuchen, es zu verteidigen, aber erstmal geht meine Unterstützung in Richtung Pogacar und ich hoffe, dass er sich schnell erholt. Wir haben mit dem Team entschieden, dass ich das Trikot morgen nicht tragen werde aus Respekt für Tadej. Es war ein übler Crash, ich habe es selbst noch nicht gesehen, aber meine Teamkollegen meinten, dass es bei hoher Geschwindigkeit passiert ist. Wir hatten Respekt vor heute, nach zwei Trainingslagern hier im Dezember wussten wir, dass es sehr schnell wird und dass das Peloton nach einem leichteren Tag sehr nervös sein wird."

Wout Van Aert (Visma - Lease a Bike / Grünes Trikot / Eurosport):: "Es ist ein komisches Gefühl, dieser Tag wird mit dem Crash von Tadej für immer verbunden sein. Es war ein harter Sturz, ich war direkt neben ihm und konnte noch ausweichen. Wir werden ihn in diesem Rennen vermissen und es ist eine Schande, dass er so ausscheidet. Er scheint auf eine Unebenheit oder ein Loch gekommen zu sein und hat die Kontrolle über den Lenker verloren. Er kam vom Weg ab ins Feld und ist so gestürzt. Er ist immer konzentriert und hatte bisher immer diese Stürze vermeiden können, aber er ist davor auch nicht gefeit. Es tut mir sehr leid für ihn und ich hoffe, dass er schnell wieder auf die Beine kommt."

Andreas Leknessund (Uno-X Mobility / Bergtrikot / Flash-Interview): “Es ist schwierig zu sagen, wie meine Beine heute waren, denn es war ziemlich einfach. Es hat sich ganz okay angefühlt. Aber heute war es nicht so schön mit all den Stürzen. Ich bin froh, dass ich durchgekommen bin. Ich habe die Chance bekommen, dieses Trikot in Vertretung von Tadej zu tragen. Das war eine schöne Erfahrung für mich. Ich habe auch erwartet, dass ich es morgen wieder in Vertretung tragen werde. Es ist einfach nur traurig, dass Tadej nach seinem Sturz das Rennen verlassen muss. Ich habe es nicht auf dieses Trikot abgesehen. Auch gestern habe ich nicht versucht, die Punkte zu bekommen. Ich war einfach nur dabei. Aber wir werden sehen. Wenn ich morgen ein paar Punkte holen könnte, wäre es schön. Aber ich denke nicht, dass ich es für das ganze Rennen tragen kann.“

Oscar Onley (Netcompany – Ineos / Weißes Trikot / Flash-Interview): “Ich bin im gleichen Sturz wie Pogacar zu Fall gekommen. Ich hatte ehrlicherweise sehr viel Glück. Ich hoffe, dass es Tadej gut geht. Wir waren sehr schnell an der Stelle und es war ziemlich beängstigend. Aber ich bin einigermaßen unversehrt davongekommen. Wir sind hinter UAE und Visma gefahren und auf einmal lagen überall Leute am Boden. Man bremst einfach und versucht, sitzenzubleiben. Es war sehr chaotisch heute. Wenn der Tag so einfach war, ist jeder etwas schläfrig. Ich glaube, im Finale ist jeder noch frisch, weil es so einfach war. Alle Stürze sind natürlich unnötig. Aber es schien so, als wäre es heute ohne Grund stressig gewesen. Ich glaube, es wird jetzt ein anderes Rennen. Aber meine Ziele ändern sich nicht und auch nicht die Leute, gegen die ich fahre. Aber für die Ausreißer ergeben sich vielleicht so mehr Möglichkeiten auf Etappensiege.“

Matxin Fernandes (UAE – Emirates – XRG / Sportlicher Leiter / Eurosport): “Es ist keiner schuld gewesen. Solche Unfälle passieren im Radsport. Am Anfang dachten wir kurz, dass er weitermachen kann. Aber dann haben wir gesehen, dass es nicht geht. Was anderes zählt nicht. Er hatte einige Stellen, an denen er geblutet hat. Er hat keine großen Wunden, aber doch einige. Im Moment hat er nur gesagt, er hat Schmerzen an der Schulter. Es ist natürlich ein schwerer Moment, aber es sollte auch Motivation für das Team geben. Er hat natürlich viele Siege geholt. Aber das Team kann auch ohne Tadej viele Siege holen. Wir wissen nicht genau, was ist. Wir müssen erst schauen, was der Doktor sagt.“

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