Belastungstest bei gesperrtem Trainer Marti

El Pais: Junioren-Weltmeister Noval musste Sperre befürchten

Von Matthias Seng

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Benjamin Noval wurde in Montréal Junioren-Weltmeister im Zeitfahren und im Straßenrennen. | Foto: Cor Vos

29.09.2026  |  (rsn) – Mit den beiden Weltmeistertiteln im Zeitfahren und Straßenrennen krönte Benjamin Noval seine herausragende Saison bei den Junioren. Der 17-jährige Spanier – Sohn des gleichnamigen früheren Profis, der sich in seiner Karriere vor allem als Helfer von Lance Armstrong und Alberto Contador einen Namen machte – musste allerdings bereits eine Sperre befürchten, nachdem er laut einer Meldung der spanischen Zeitung im April 2024 einen Belastungstest unter der Leitung des Trainers Jose “Pepe“ Marti absolviert hatte.

Der wiederum hat in der Radsportwelt einen eher üblen Leumund und sitzt derzeit noch eine bis Juni 2027 laufende Sperre ab. Marti war 2012 wegen seiner Verwicklung in den Dopingskandal um Armstrong und dessen damaliges US-Postal-Team verwickelt und erhielt dafür eine 15-jährige Sperre. In dieser Zeit ist ihm auch die Arbeit mit Sportlern untersagt – ein Verstoß gegen diese Vorgab würde eine lebenslange Sperre nach sich ziehen.

Wie es hieß, habe die spanische Anti-Doping-Agentur (CELAD) zunächst gegen Noval ermittelt und dann eine 18-monatige Sperre beantragt. Der damals erst 15-jährige Noval erklärte, nichts von den Umständen und den Zusammenhängen gewusst zu haben und hatte sich entschuldigt.

Im November 2025 erklärte die zuständige Instanz dann jedoch, dass die für die Durchführung des Verfahren festgelegte einjährige Frist überschritten worden sei, wodurch Noval um eine Sperre herumkam und in dieser Saison seinen Siegeszug antreten konnte.

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