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31.07.2006 | Patrik Sinkewitz wird T-Mobile bei der am Dienstag in Düsseldorf beginnenden Deutschland-Tour anführen. Nachdem der Tour-Dritte Andreas Klöden seine Teilnahme abgesagt hat, hofft man beim Bonner Rennstall darauf, dass der 25-jährige Kletterspezialist aus Fulda seinen Triumph von 2004 wiederholen kann. Damals eroberte Sinkewitz mit seinem Sieg bei der Bergankunft am Arlberg das Gelbe Trikot und verteidigte es bis zum Ende der Rundfahrt. Sinkewitz möchte zu gern seinen Erfolg wiederholen – und die Chancen stehen nicht schlecht. Die Tour-Form jedenfalls müsste noch da sein.
"Patrik ist eine sehr gute Tour gefahren und war ein wertvoller Helfer für Andreas Klöden“, so T-Mobiles Sportlicher Leiter Valerio Piva. „Bei der Deutschland-Tour wird die Mannschaft ihn unterstützen." Sinkewitz selber gibt sich zurückhaltend. „Die Tour der France ist noch nicht lange vorbei, die Regenationszeit sehr kurz“, wird er auf seiner Website zitiert. „Ich bin ja auch noch zwei Rennen in Neuss und Hannover gefahren. Eine optimale Vorbereitung war das sicher nicht.“
T-Mobile hat aber noch ein zweites heißes Eisen im Feuer. Linus Gerdemann fuhr nach mehrwöchiger Pause bei der Sachsen-Tour sein erstes Rennen. Auf der Abschlussetappe musste er sich erst im Fotofinish seinem ehemaligen Teamkollegen Andy Schleck geschlagen geben musste. Sollte Gerdemann in ähnlich guter Verfassung wie bei der Tour de Suisse sein, dürfte er zu den Kandidaten für’s Podium gehören.
Genau da ist sich Gerdemann selber aber nicht so sicher. „Mein Highlight war die Tour de Suisse“, sagte der T-Mobile-Neuzugang auf Nachfrage von Radsport aktiv. „Ich hatte eine relativ lange Rennpause und bin sicher noch nicht in Topform. Vielleicht kommt die ja noch während des Rennens.“
Sein Sportlicher Leiter jedenfalls hält den 23-jährigen Münsteraner für fähig, auch in einem großen Rennen eine Führungsrolle im Team zu übernehmen. „Mit Linus und Patrik sind wir für die Konkurrenz schwerer auszurechnen“, so Piva voller Zuversicht.
Unterstützt werden die beiden deutschen Hoffnungen vom italienischen Trio Eddy Mazzoleni Daniele Nardello und Lorenzo Bernucci. Dazu kommen der starke Luxemburger Kim Kirchen, der Erfurter Stephan Schreck sowie Sprinter André Greipel.