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18.09.2006 | Selbst eingefleischte Radsportfans hatten beim Blick auf die Starterliste bei der Drei-Länder-Tour einige Fragezeichen in den Augen. Beim Team Gerolsteiner stand mit Johannes Fröhlinger ein absoluter Nobody als Stagiaire im Aufgebot und konnte mit Rang sechs in der Gesamtwertung gleich ein dickes Ausrufezeichen setzen.
"Hier in der Deutschland bin ich nicht so sehr bekannt, da ich eigentlich für ein französisches Team namens Sarreguimines fahre“, klärte der 21jährige auf. ,,Deshalb waren sicherlich viele überrascht, dass ich den 'Praktikumsplatz' bei Gerolsteiner bekommen habe.“
Dank einer sehr starken Saison, in der Fröhlinger unter anderem die schwere Elsas-Rundfahrt gewinnen konnte und Rang sechs bei der Mainfranken-Rundfahrt belegte, wurde Gerolsteiner-Chef Hans-Michael Holczer auf den in Gerolstein geborenen Fröhlinger aufmerksam.
,,Gerolsteiner hat mich nach meiner recht guten Saison einfach angeschrieben und angefragt, ob ich für das Team ein paar Rennen als Stagiaire bestreiten möchte. Das ist für mich natürlich eine riesengroße Ehre“, beschrieb die deutsche Nachwuchshoffnung gegenüber Radsport aktiv seinen recht schnellen Weg zum Glück.
Seine ersten Eindrücke mit den großen Stars wie Georg Totschnig oder Sebastian Lang fielen durchweg positiv aus: ,,Ich wurde von allen sehr freundlich aufgenommen. Es gab überhaupt keine Starallüren. Es lief alles wunderbar. Hier im Team geht es sehr familiär und freundlich zu.“
Durch seine starke Drei-Länder-Tour hat sich Fröhlinger sogar für einen Profivertrag bei Gerolsteiner empfohlen. Allerdings ist in der Frage noch nichts entschieden: ,,Sicherlich würde ich gerne im Team bleiben. Bis jetzt gab es aber noch keine Gespräche. Das wird sich aber im Laufe des Septembers klären.“
Eine weitere Möglichkeit, die Teamleitung vollends zu überzeugen, beitet sich dem 21-Jährigen Ende September beim Circuit Franco Belge. ,,Und vielleicht werde ich auch noch den Münsterland Giro bestreiten. Das steht aber noch nicht fest.“
Allzu lange Zeit darf sich Gerolsteiner mit seiner Entscheidung aber nicht nehmen, denn die starken Leistungen des Youngsters haben schon einige französische Mannschaften auf den Plan gerufen: ,,Ich habe mich bei einigen französischen ProTour Teams beworben und ein paar haben auch Interesse. Da wird es demnächst auch konkrete Gespräche geben.“
Seine persönlichen Stärken sieht das Talent bei den Rundfahrten. Fröhlinger: ,,Ich bin ein guter Bergfahrer und kann ordentlich Zeitfahren. Da müssten mir die Mehretappenrennen gut liegen“, so Fröhlinger. Das hat der Jungstar bei der Drei-Länder-Tour eindrucksvoll unter Beweis gestellt.
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