Spanischer Blutdopingskandal

McQuaid bittet Sportminister um Hilfe

30.11.2006  |  UCI-Präsident Pat McQuaid hat in einem Brief den Spanischen Sportminister Jaime Lissavetzky gebeten, sich für eine Beschleunigung des juristischen Vorgehens in der Operation Puerto einzusetzen. Ehe ein Gerichtsverfahren - das nicht vor dem kommenden Sommer erwartet wird - gegen die Hauptbeschuldigten um den Arzt Eufemiano Fuentes und Manolo Saiz nicht abgeschlossen ist, sieht der Weltradsportverband UCI keine Handhabe, gegen die unter Dopingverdacht stehenden Fahrer disziplinarrechtlich vorzugehen.

Mit Ausnahme von Jan Ullrich sind die Dopingverfahren gegen alle verdächtigen Fahrer bis auf weiteres eingestellt oder gar nicht erst eröffnet worden. Der zuständige spanische Richter hatte eine vorläufige Sperre über die Ermittlungsakten verhängt.

“Das Belastungsmaterial gegen einige in den Fall verstickte Fahrer ist überwältigend – und die UCI kann nichts machen“, wurde McQuaid vom Internernetportal Yahoo! Sports zitiert. “Wir können, auch wenn wir es gerne täten, die uns zur Verfügung stehenden Informationen nicht in Disziplinarverfahren gegen die Fahrer benutzen. Wir sind gezwungen, diese Fahrer in der Saison 2007 fahren zu lassen, bis die Untersuchung beendet ist und wir die Beweise haben, um gegen diese mutmaßlich verwickelten Fahrer vorzugehen."

Er respektiere die Unabhängigkeit der spanischen Justiz, schreibt der UCI-Präsident weiter an den Sportminister."Ich rufe Sie dennoch auf, alles in Ihrer Macht stehende zu tun, um den Ermittlungsrichter den Ernst der Lage verständlich zu machen."

Quelle: cyclingnews.com

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