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07.04.2007 | (Ra) – Tom Boonen will am „flämischen Nationalfeiertag“ Radsportgeschichte schreiben und am Sonntag die Flandern-Rundfahrt zum dritten Mal in Folge gewinnen. Der Quick Step-Kapitän kann dabei auf die Unterstützung des wohl stärksten Teams im Feld vertrauen, das mit dem italienischen Weltmeister Paolo Bettini und dem „Ronde“-Gewinner von 1999, Peter Van Petegem, zudem zwei weitere Siegkandidaten in seinen Reihen hat.
Der belgische Radsportheld Boonen wird sich aber bei voraussichtlich untypischem „Ronde“-Wetter - warm und sonnig – zahlreichen Konkurrenten gegenübersehen. Dazu zählen „Drei Tage von de Panne“-Sieger Alessandro Ballan (Lampre) sowie dessen italienischen Landsleute Filippo Pozzato, Sieger von „Het Volk“ und Luca Paolini (beide Liquigas), Mailand-San Remo-Sieger Oscar Freire (Rabobank) sowie das CSC-Duo Fabian Cancellara und Stuart O’Grady.
Auch wenn ganz Radsport-Belgien bei der 91. Auflage der "Ronde" einen weiteren Triumph Boonens erwartet, haben die Gastgeber noch andere Eisen im Feuer, so etwa Nick Nuyens (Cofidis), Philippe Gilbert (Française Des Jeux), Stijn Devolder (Discovery Channel) oder Leif Hoste. Hinter der Form des letztjährigen Zweiten steht nach dessen Hüftverletzung zu Beginn der Saison noch ein Fragezeichen. Jedenfalls zeigte sich Predictor-Lotto Teammanager Marc Sergeant zurückhaltend in der Beurteilung der Chancen seines Kapitäns.
Auch einige deutsche Fahrer gehen mit großen Ambitionen in den zweiten großen Frühjahrsklassiker. David Kopp vom Team Gerolsteiner hat einen Platz unter den besten Zehn im Visier. Im letzten Jahr war der 28-jährige Kölner 16. geworden, obwohl das Rennen für ihn nicht optimal verlaufen war. Wiesenhof-Kapitän Steffen Wesemann will es noch einmal wissen und seinen Triumph von 2004 wiederholen. Allerdings hatte der 36-jährige Wahlschweizer in den vergangenen Wochen mit einer Grippe zu kämpfen und verzichtete vorsichtshalber bei der Generalprobe, den „Drei Tagen von de Panne“, auf einen Start. Beste Chancen auf eine Spitzenplatzierung hat ein junger T-Mobile-Profi: Der 23-jährige Marcus Burghardt imponierte zuletzt bei "Dwars door Vlaanderen" und beim "E3-Prijs" in Harelbeke und erhielt von der belgischen Zeitung "Het Nieuwsblad" in der Begutachtung der Favoriten für die Flandern-Rundfahrt drei Sterne. Ganz oben auf der Skala rangieren mit je fünf Punkten Bonnen und Bettini.
Insgesamt 18 Anstiege, die berühmten Hellinge“ warten auf den 259km zwischen Brügge und Meerbeke. Dem Rennen gut tun dürfte, dass die Veranstalter den spektakulären, bis zu 20 Prozent steilen Koppenberg aus dem Programm genommen hatten. Auch im vergangenen jahr hatte der 682 Meter lange Kopfsteinpflasteranstieg für eine verfälschende Vorentscheidung gesorgt, nachdem ein Fahrer gestürzt war und ein Großteil des Feldes blockiert worden war. Aber auch ohne den Koppenberg wird „Flanderns Schönste“ den Fahrern auch diesmal wieder alles abverlangen - vor allem in der mit den Anstiegen gespickten zweiten Rennhälfte.
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