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11.05.2007 | Für Tim Klinger ist der 90. Giro d’Italia ein ganz besonderes Rennen. Der 22-jährige Nachwuchsfahrer vom Team Gerolsteiner bestreitet die erste dreiwöchige Rundfahrt seiner noch jungen Karriere. Für Radsport aktiv berichtet Klinger täglich von seinen Erlebnissen beim zweitgrößten Radrennen der Welt.
Seit Mittwoch bin ich mit meinen Teamkollegen auf Sardinien, wo morgen der Giro d’Italia beginnen wird. Wir sind in einer Ferienanlage direkt am Meer untergebracht und hatten heute eine ungewöhnliche Teampräsentation. Das Ganze fand auf einem Flugzeugträger statt - einerseits etwas ganz Besonderes, andererseits aber mit ziemlich viel Aufwand verbunden. Wir haben uns um 13 Uhr auf den Weg gemacht und sind erst gegen 17 Uhr wieder zurück gekommen. Dazwischen mussten wir einige Zeit mit Warten und Rumstehen verbringen.
Auf der Giuseppe Garibaldi – so heißt das Schiff – wurden die Teams aus dem Innenraum des Riesenschiffes mit der Aufzugsvorrichtung, die sonst die Flugzeuge nach oben hievt, auf das Deck gebracht. Dann sind wir einmal über die Start- und Landebahn gelaufen. Angesichts der Umgebung hat mich das an einen Militärmarsch erinnert. Unser Publikum bestand aus ziemlich vielen Presseleuten und der Besatzung. Leider fehlten aus nachvollziehbaren Gründen die Fans, was nicht nur ich bedauert habe.
Nicht schlecht gestaunt habe ich über das Giroheft, das uns Fahrern ausgehändigt wurde. Denn das vermeintliche Heft stellte sich als richtig dickes Buch mit 400 Seiten heraus. Zuerst dachte ich, die meisten Seiten wären mit Werbung gefüllt. Aber tatsächlich steckt in dem Wälzer unwahrscheinlich viel Information. Für mich als Giro-Neuling war auch das eine neue Erfahrung. Als ich das Buch in der Hand hielt, musste ich unwillkürlich daran denken, wie lange ich (hoffentlich) hier unterwegs sein werde.
Das morgige Mannschaftszeitfahren ist schon sehr sportlich. Nach dem Profil zu urteilen, geht es ordentlich rauf und runter, dazu viele Kurven, die die Angelegenheit auch nicht leichter machen. Einige Teams, darunter auch T-Mobile, haben die Möglichkeit genutzt, um die Strecke, die über zwei kleinere Nachbarinseln Caprera und Maddalena führt, abzufahren. Wir haben darauf verzichtet, weil das zu viel Aufwand bedeutet hätte. Zudem hat unser Team keine Ambitionen in der Gesamtwertung und ist ganz auf Etappensiege ausgerichtet.
Da wir morgen viel Transfer haben werden, rechne ich schon mit einem recht stressigen ersten Tag. Zum Glück gehen wir als erste Mannschaft auf die Strecke, so dass unser Arbeitstag entsprechend früh beendet sein wird.
Bis morgen
Tim
Das war’s: Ich bin heute auf der 12. Etappe des Giro d’Italia mit einer leichten Sehnenreizung im Knie ausgestiegen, die sich schon gestern bemerkbar gemacht hatte. Gestern Abend hatte sich unser
Das war der ruhigste Tag bisher bei diesem Giro. Ich hatte den Eindruck, dass nach dem schweren Tag gestern und in Erwartung der Berge ab morgen keiner so richtig Interesse daran hatte, wegzufahren. N
Nach der heutigen Etappe bin ich ganz schön fertig. Unterwegs hatte ich eine Phase, in der gar nichts mehr ging. Der Grund: Auf den ersten 100km hatte ich definitiv zu wenig gegessen und getrunken. S
Heute hatten wir die erste ruhige Etappe bei diesem Giro. Das hat mir richtig gut gefallen, und wahrscheinlich war ich nicht der einzige im Feld, der das so empfand. Schön, dass die Kollegen nach der
Vor der heutigen Etappe hatte ich ja einigen Bammel. Wie befürchtet, wurde direkt vom Start weg attackiert – und das, obwohl es berghoch ging. Da hieß es von Anfang an Anschlag fahren. Ich mag es
Heute gab’s eine Premiere für mich: Zum ersten Mal in meinem Leben bin ich eine Etappe von mehr als 250km gefahren. So viel habe ich bisher nicht mal im Training absolviert. Die Etappe heute war fl
Es scheint aufwärts zu gehen mit mir. Heute lief es jedenfalls schon viel besser als in den letzten Tagen. Ich hoffe, ich habe das Schlimmste jetzt überstanden. Der Ellenbogen hat bei Erschütterung
So gut es bei Robert Förster heute lief, so schlecht lief es bei mir. Ich hatte den ganzen Tag praktisch am ganzen Körper Muskelschmerzen - angefangen im Schulterbereich, über den Rücken bis in
Heute hätte ich mich am Schlussanstieg gerne richtig getestet. Ich fühlte mich überraschend gut, meine Sturzverletzungen haben mich unterwegs nicht behindert. Trotzdem konnte ich nicht zeigen, was
Unser Team ist in einem Ferienort rund 20 km südlich von Salerno untergebracht, wo am Mittwoch die 4. Etappe des Giro d’Italia starten wird. Der Wind pfeift laut ums Hotel und ich bekomme einen Ein
Die italienischen Gitter mögen mich offenbar nicht. Auch heute hatte ich eine schmerzhafte Begegnung mit ihnen. Es ist schon bitter, dass es mich so heftig erwischte, denn ich habe mich auch auf der
Mit meiner Leistung beim Teamzeitfahren heute kann ich zufrieden sein, obwohl ich im Finale beinahe gestürzt wäre. Für uns lief es insgesamt nicht schlecht, Platz 13 entspricht ungefähr dem, was m
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