Fahrerin der Woche - Miriam Welte

Mit Wut im Bauch zur Klasse-Zeit

27.08.2007  |  (Ra) - Vor der Deutschen Meisterschaft auf der Bahn in Berlin war die Zielsetzung von Miriam Welte klar: Zwei Medaillen im Keirin und Sprint sowie der Sieg im 500m Zeitfahren sollten her. Nach den Wettkämpfen lässt sich sagen: Mission erfüllt. Im Keirin und Sprint gab es jeweils Bronze für die 20-jährige Sprinterin aus Kaiserslautern. Die Krönung erfolgte dann im abschließenden 500m Zeifahren, das Welte gewann und somit ihren Vorjahreserfolg wiederholen konnte.

Dabei war die Sprinterin vom XXL Erdgas Team mit ihren Auftritten bei Keirin und Sprint nicht hundertprozentig zufrieden. ,,Im Sprint habe ich gegen Christin Muche nur knapp verloren. Das war ärgerlich. Im Keirin-Wettbewerb bin ich einfach zu passiv gefahren.“

So richtig Freude mochte bei der Sportsoldatin nach den ersten beiden Medaillen also nicht aufkommen. ,,Ich hatte richtig Wut im Bauch, weil ich meine Chancen nicht genutzt hatte. Diese Wut habe ich dann aber beim 500m Zeitfahren richtig rausgelassen.“ Und wie: Mit 34,94sec fuhr Welte das erste Mal in ihrer Karriere offiziell unter 35 Sekunden. Dies war die zweitschnellste Zeit, die eine deutsche Fahrerin über diese Distanz jemals gefahren ist. ,,Die schnellste Zeit wurde in China auf über 2000 Meter Höhe gefahren. Bis zum deutschen Rekord fehlen mir noch 2/10. Aber das kommt noch“, gibt sich Welte selbstbewusst.

Mit dem Erfolg im 500m Zeitfahren bescherte Welte ihrem XXL-Erdgas Team zugleich den 50. DM-Titel. ,,Da unsere Männer bei der DM keine Titel geholt hatten, lag es am Ende an mir, die 50 voll zu machen. Auf die Frauen ist eben immer verlass“, scherzte Welte.

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