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26.11.2007 | (Ra) - Wer war der stärkste und konstanteste Radprofi im Jahr 2007? Radsport aktiv hat alle wichtigen UCI-Rennen ausgewertet. Berücksichtigt wurden ProTour, HorsCategorie und die Kategorien 1.1 beziehungsweise 2.1. Für jedes Eintagesrennen, für jede Etappe und die Gesamtwertung einer Rundfahrt haben wir nach eigenem Punkteschema (siehe Link unten) Zähler vergeben. Radsport aktiv präsentiert die Top 100 des Jahres 2007: Platz 51: Leonardo Bertagnolli (Liquigas), 315 Punkte:
Leonardo Bertagnolli kam in der abgelaufenen Saison erst spät ins Rollen. Dann aber zeigte der Italiener eindrucksvoll, dass er nicht nur zu den starken Helfern im Peloton gehört, sondern auch zu den Siegfahrern zählt. Der Eintagespezialist, der zu Jahresbeginn von der französischen Cofidis-Equipe zurück in sein Heimatland gekehrt und bei Liquigas untergekommen war, startete vielsprechend in die Saison und fuhr in der Schweiz innerhalb von 24 Stunden zwei Spitzenergebnisse heraus: Beim GP Chiasso wurde er Sechster, einen Tag später beim GP de Lugano Siebter.
Danach war es lange Zeit still um den 29-Jährigen. Erst Anfang August meldete sich Bertagnolli zurück – dann aber mit einem Paukenschlag. Im spanischen Baskenland düpierte er die Favoriten um Alejandro Valverde, Alessandro Ballan und Davide Rebellin, als er das ProTour-Rennen Clasica San Sebastian im Zweiersprint vor dem Spanier Juan Manuel Garate (Quick Step) für sich entschied. Es war der bis dahin größte Erfolg in der Karriere des im norditalienischen Trento (Trient) geborenen Liquigas-Neuzugangs.
In guter Verfassung ging Bertagnolli anschließend in die Deutschland Tour, wo er auf zwei Etappen jeweils unter die besten Zehn fuhr und im Gesamtklassement überraschend Platz vier belegte. Kurz darauf bestritt Bertagnolli seine erste große Rundfahrt des Jahres, die Vuelta a Espana. Dort reichte es ebenfalls zu zwei Etappenplatzierungen unter den besten Zehn sowie zu Rang 22 in der Gesamtwertung.
Auch zum Saisonende hin war Bertagnolli erfolgreich. Beim Memorial Cimurri Gran Premio Bioera fuhr der spurtstarke Italiener seinen zweiten Saisonsieg ein, als er als er den Sprint einer drei Fahrer starken Ausreißergruppe für sich entscheiden konnte. Die Saison lies Bertagnolli in seiner Heimat ausklingen, wo er bei der Coppa Sabatini Platz 13 belegte und am Tag darauf beim GP Beghelli als Sechster über die Ziellinie rollte.
Prognose:Mit seinem Triumph bei der Clasica San Sebastian hat Leonardo Bertagnolli seinem Liquigas-Team bewiesen, dass es mehr als nur einen zuverlässigen Helfer verpflichtet hat. Vor allem bei anspruchsvollen Eintagesrennen wird der Italiener, mit 29 Jahren im besten Rennfahreralter, auch im neuen Jahr um den Sieg mitfahren. Bei Rundfahrten ist Bertagnolli für Etappensiege gut, in der Gesamtwertung wird der Italiener aber auch in Zukunft keine großen Ambitionen haben.
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