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10.05.2008 | (rsn) – Wie im Vorjahr sind die Teams auch zum Auftakt des 91. Giro d’Italia reif für die Insel. Doch während 2007 die Italien-Rundfahrt mit einem Mannschaftszeitfahren auf Sardinien eingeläutet wurde, fällt der Startschuss diesmal weiter im Süden, auf Sizilien. Am Samstag müssen die 22 Teams auf einem flachen Rollerkurs 23,6km rund um die Kapitale Palermo bewältigen.
Der Favoritenkreis bei der ersten Jagd nach dem Rosa Trikot ist relativ groß: Liquigas (mit Vincenzo Nibali, Franco Pellizotti und Neuzugang Daniele Bennati) tritt in größtenteils gleicher Besetzung wie 2007 an und wird seinen Auftaktsieg vom Vorjahr wiederholen wollen. Ein frühes Ausrufezeichen ist von den Spätberufenen von Astana (mit Andreas Klöden, Alberto Contador, Levi Leipheimer und Vladimir Gusev) zu erwarten. Der T-Mobile-Nachfolger High Road (mit Mark Cavendish, Bradley Wiggings, Tony Martin und Marco Pinotti) hat ebenfalls beste Chancen, am Samstag das Maglia Rosa in seine Reihen zu holen. Traditionell eine Bank im Zeitfahren ist das dänische CSC-Team (mit Jens Voigt, Bradley McGee und Gustav Erik Larsson).
Starke Konkurrenz erwächst den ProTour-Teams von mehreren Zweitdivisionären. Das US-amerikanische Slipstream-Team tritt mit den Zeitfahrspezialisten David Zabriskie, Christan Vandevelde und David Millaran, das italienische Tinkoff-team setzt auf seine starke russische Rollerfraktion um Mikhail Ignatiev und Evgeni Petrov. LPR Brakes, die Mannschaft von Danilo Di Luca, hat zwar mit dem Titelverteidiger und Paolo Savoldelli zwei Anführer von Weltklasseformat in ihren Reihen. Aber im Vergleich zu den Konkurrenten scheint die Mannschaft im Kampf gegen die Uhr nicht ganz so stark besetzt.
Noch mehr gilt das für Serramenti PVC, das Team von Gilberto Simoni. Der 36-jährige Klettererspezialist muss befürchten, wie im Vorjahr schon gleich zu Beginn entscheidend in der Gesamtwertung ins Hintertreffen zu geraten. Für die beiden deutschen Teams Gerolsteiner und Milram wäre eine Platzierung unter den besten Zehn schon ein Erfolg. Beide haben keine Ambitionen in der Gesamtwertung und setzen stattdessen voll auf Etappenerfolge.