Interview mit dem Luxemburg-Leader

Cancellara: Werde das Trikot nicht herschenken

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Fabian Cancellara (CSC) im Gelben Trikot der Luxemburg Rundfahrt. Foto: Christoph Adamietz

06.06.2008  |  (rsn) - Zeitfahrweltmeister Fabian Cancellara (CSC) hat auch auf der zweiten Etappe der Luxemburg-Rundfahrt seine Gesamtführung souverän verteidigt. Das Gelbe Trikot soll auch bis Sonntag in den Reihen von CSC bleiben, wie Cancellara im Interview mit Radsport news erklärte.

Wie schwer war die heutige Etappe?

Cancellara: Es war wirklich schwer. Luxemburg ist alles andere als flach - das macht es sicherlich noch schwieriger. Dazu kam das schlechte Wetter mit viel Regen. Ich habe mich aber heute gut geschlagen und konnte das Trikot sicher verteidigen. Das Feld ist heute ziemlich geschlossen angekommen, das war gut für mich.

Was erwarten Sie von der morgigen Etappe?

Cancellara: Ich denke, die Etappe wird noch schwerer als die heutige. Ich bin mir sicher, dass da kein großes Feld ankommen wird. Allerdings kenne ich die Zielankunft, was mir helfen könnte. Zudem hat man heute gesehen, wer gut drauf ist und wer morgen etwas probieren könnte. Da weiß man, auf wen man zu achten hat.

Sind Sie jetzt Kapitän oder setzt CSC weiterhin auf die Schleck-Brüder bei deren Luxemburg-Heimspiel?

Cancellara: Ein Heimspiel ist immer etwas schönes, aber es ist auch ein gewisser Druck da. Ich denke, dass Fränk und Andy das Rennen gerne gewinnen möchten. Allerdings ist es auch ein bisschen wie eine Lotterie. Wir richten uns so aus, dass wir am Sonntag die Gesamtwertung gewinnen - egal wer. Wenn es am Ende einer der Brüder ist, ist es für sie aber natürlich besonders schön.

Werden Sie mit allen Mitteln versuchen, die Luxemburg-Rundfahrt zu gewinnen, oder ist sie reine Vorbereitung auf die weiteren Saisonhighlights, so dass das Ergebnis zweitrangig ist?

Cancellara: Wenn man das Leader-Trikot hat, dann möchte man es auch auf jeden Fall verteidigen. Es soll auch für seinen Status honoriert werden, da schenkt man es nicht kampflos her. Für mich ist die Luxemburg-Rundfahrt, aber auch die Tour de Suisse und die Tour de France eine große Vorbereitung für Olympia. Der 13. August, wenn das Einzelzeitfahren steigt, ist für mich der Tag der Abrechnung.

Mit Fabian Cancellara sprach Christoph Adamietz

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