"Aus medizinischer Sicht unnötig"

Tour de France schafft öffentliche Visite ab

16.06.2008  |  (rsn) – Bei der diesjährigen Tour de France wird es keine öffentlichen medizinischen Voruntersuchungen geben. Wie Tour-Direktor Christian Prudhomme erklärte, sei in der Öffentlichkeit fälschlicherweise der Eindruck entstanden, dabei handele es sich um Anti-Dopingkontrollen. Zudem sei die Visite aus medizinischer Sicht nicht zwingend notwendig, wie ihm der medizinische Stab der Tour mitgeteilt habe.

Die Untersuchung bestand in den letzten Jahren aus einer kardiologischen Überprüfung und Messungen der Körpermaße der Fahrer. „Die Visite war gut für die Medien“, sagte Tour-Arzt Gérard Porte am Rande der Dauphiné Libéré. „Jetzt werden die Journalisten in den Archiven nachschauen müssen, um die Daten der Fahrer herauszufinden. Für uns war es dafür gut, all die Fahrer vor dem Start zu sehen und kennenzulernen. Aber aus medizinischer Sicht war es nutzlos. Heutzutage werden die Fahrer häufig genug untersucht. Das letzte Mal, dass wir einen Fahrer bei der Untersuchung den Start verweigert hatten, war vor 32 Jahren – ein Belgier, der ein Furunkel hatte“, so Porte.

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