Deutschland Tour

Russ hätte sich eine Bergankunft gewünscht

Foto zu dem Text "Russ hätte sich eine Bergankunft gewünscht"

Matthias Russ (Gerolsteiner) auf der 6. Etappe der D-Tour

Foto: ROTH

04.09.2008  |  (rsn) – Das Finale der 6. Etappe war nicht für Matthias Russ (Gerolsteiner) gemacht. "Die hätten hier doch heute eine Bergankunft für mich machen können", scherzte der 24-Jährige nach dem Rennen. Zwar war der Bergspezialist in einer Ausreißergruppe mit dabei, die den Sieg auf der flachen Zielgeraden in Neuss unter sich ausmachte. Da Russ wusste, dass er in einem Sprint keine Chance haben würde, attackierte er rund zwei Kilometer vor dem Ziel. Es war eine Verzweiflungsaktion des jungen Schwaben, der am Ende der Saison vom sich auflösenden Gerolsteiner-Rennstall zu Milram wechseln wird.

"Ich wusste, dass ich nicht der Schnellste in der Gruppe war. So musste ich es eben anders probieren“, sagte Russ nach dem Rennen. „Aber alle Türen waren zu. Und leider ist die Gruppe nicht noch kleiner geworden. Das hätte meine Chancen sicherlich erhöht."

Russ konnte aber in einem seiner letzten Rennen für sein Team auf eher ungeliebtem Terrain überzeugen – was auch sein bisheriger und wohl auch künftiger Sportlicher Leiter so sah. "Matthias hat uns in der Spitze präsentiert und hat im Finale einiges versucht. Es hat eben nicht sollen sein. Sein zehnter Platz ist aber auch so ein ordentliches Ergebnis", erklärte Christian Henn, der wahrscheinlich gemeinsam mit Russ zu Milram wechseln wird.

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