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10.08.2009 | (rsn) – In Italien ist er wegen seiner Verbindungen zum Madrider Dopingarzt Eufemiano Fuentes gesperrt, bei der Tour de France war er deswegen nicht willkommen – aber Alejandro Valverde darf, wie der Weltverband UCI noch einmal bestätigte, weiter Rennen fahren. Nach seinem Sieg am Sonntag bei der Burgos-Rundfahrt rückte der Fall des 29 Jahre alten Spaniers wieder in den Blickpunkt des Interesses.
Die UCI hat ebenso wie die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA bereits erkennen lassen, dass sie ebenfalls Disziplinarmaßnahmen gegen Valverde will – konkret: eine weltweite Sperre. Die Schwierigkeit liegt nach Auskunft von UCI-Chef Pat McQuaid darin, dass der für Valverde zuständige Spanische Verband RFEC nach wie vor untätig ist und nichts darauf hindeutet, dass er trotz der eindeutigen Indizienlage ein Verfahren gegen den Fuentes-Kunden anstrengen wird.
Eine Entscheidung wird erst die Verhandlung vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS bringen, wo gleich zwei Verfahren in der Causa Valverde anhängig sind: der Einspruch des Spaniers gegen das Urteil des Internationalen Olympischen Komitees von Italien (CONI) sowie eine Klage, die UCI und WADA gegen den Spanischen Verband eingereicht haben.
„Über den Einspruch von UCI und WADA gegen die Entscheidung des RFEC, nicht gegen Valverde vorzugehen ist ebenso wie über Valverdes Einspruch noch nicht entschieden“, teilte McQuaid am Sonntag dem Internetportal cyclingnews.com mit. „Bis dahin darf er weiter fahren.“ McQuaid hofft, dass der CAS noch vor dem Start der Vuelta a Espana am 29. August sein Urteil fällen wird. Denn sollte der Caisse d’Epargne-Kapitän, der sich der vollen Unterstützung seines Teams, seines Verbandes sowie spanischer staatlicher Stellen sicher sein kann, die Vuelta gewinnen und erst danach weltweit gesperrt werden, ist der Imageschaden für die Spanien-Rundfahrt beträchtlich.
Den Schaden hat der gesamte Radsport aber bereits jetzt, denn Valverde hat nach dem CONI-Urteil nicht weniger als drei bedeutende Rundfahrten gewonnen – im Mai die Katalonien-Rundfahrt, im Juni die Dauphiné Libéré (in Frankreich!) sowie am Wochenende die Burgos-Rundfahrt. Und er hat bereits angekündigt, auch bei der Vuelta auf Sieg fahren zu wollen.
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