Tirreno-Adriatico: Italiener gewinnt 3. Etappe

Bennati löst Gerdemann im Blauen Trikot ab

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Daniele Bennati (Liquigas) hat bei Tirreno-Adriatico die Führung im Gesamtklassement übernommen. Foto: ROTH

12.03.2010  |  (rsn) – Am dritten Tag der Fernfahrt Tirreno-Adriatico hat Linus Gerdemann (Milram) sein Blaues Trikot abgeben müssen. Neuer Gesamtführender ist der Italiener Daniele Bennati (Liquigas), der sich nach 159 Kilometern von San Miniato nach Monsummano Terme im Massensprint vor seinem Landsmann Alessandro Petacchi (Lampre) und dem Österreicher Bernhard Eisel (HTC-Columbia) durchsetzte. Vierter wurde der US-Amerikaner Tyler Farrar (Garmin-Transitions), Platz fünf ging an den Spanier Juan Antonio Flecha (Sky).

Im Gesamtklassement führt Bennati nach seinem zweiten Saisonsieg jetzt mit jeweils vier Sekunden vor Gerdemann und dem Belgier Tom Boonen (Quick Step). Paul Martens (Rabobank) belegt acht Sekunden hinter dem neuen Spitzenreiter zeitgleich mit dem Spanier Pablo Lastras (Caisse d'Epargne) Platz fünf.

Nachdem eine dreiköpfige Ausreißergruppe um den Erfurter Sebastian Lang (OmegaPharma-Lotto) rund 15 Kilometer vor dem Ziel wieder gestellt war, überschlugen sich in der letzten Abfahrt des Tages vom San Baronto herab die Ereignisse. Eine zehnköpfige Spitzengruppe um Titelverteidiger Michele Scarponi (Androni Giocattoli), Giovanni Visconti (ISD), Vincenzo Nibali und Franco Pellizotti (beide Liquigas) fuhr einen Vorsprung von 20 Sekunden auf das Feld heraus, in dem zunächst Uneinigkeit herrschte.

Obwohl dann mehrere Teams, darunter auch Milram, die Tempoarbeit übernahmen, blieb der Abstand bis zur Fünf-Kilometer-Marke konstant; auch weil ein Sturz im Peloton, der Fabian Wegmann (Milram) zum Verhängnis wurde, für zusätzliche Verwirrung sorgte. Der zweifache Deutsche Meister musste mit Verdacht auf Schlüsselbeinbruch das Rennen aufgeben.

In der Spitztengruppe war es aber auf den letzten Kilometern mit der Einigkeit auch wieder vorbei. Eine letzte Attacke von Scarponi und Nibali blieb erfolglos, so dass die Ausreißer rund zwei Kilometer vor dem Ziel wieder gestellt waren. Danach zeigte sich Liquigas mit gleich vier Fahrern an der Spitze und ließ keinen Zweifel daran aufkommen, dass man entschlossen war, Bennati seinen ersten Etappensieg bei Tirreno-Adriatico zu ermöglichen. Im Finale ließ der grüne Zug die Konkurrenz nicht mehr an sich vorbei und bereitete seinem Sprintkapitän den Weg, der dann nur noch zu vollenden brauchte.

Am Samstag führt die 4. Etappe über die Klassikerdistanz von 243 Kilometern von San Gemini nach Chieti. Der Kurs der Etappe am Sonntag von Chieti nach Colmurano (234km) wurde geändert, weil es auf dem Apennin geschneit hat.

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