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09.05.2010 | (rsn) – Weltmeister Cadel Evans (BMC Racing) hat auf der von vielen Stürzen geprägten 2. Etappe des 93. Giro d’Italia das Rosa Trikot des Gesamtführenden erobert. Den Tagessieg über 209 Kilometer von Amsterdam nach Utrecht holte sich im Sprint einer größeren Spitzengruppe der US-Amerikaner Tyler Farrar (Garmin-Transitions) vor dem Australier Matthew Goss (HTC-Columbia) und dem Italiener Fabio Sabatini (Liquigas). André Greipel (HTC-Columbia) war im Finale schlecht positioniert und musste sich mit Platz vier zufrieden geben. Fünfter wurde Alessandro Petacchi (Lampre).
Bradley Wiggins (Sky) musste nur 24 Stunden nach seinem Auftaktsieg sein Rosa Trikot wieder abgeben. Nach einem Sturz im Feld rund sechs Kilometer vor dem Ziel fand sich der Brite in einer abgehängten Gruppe wieder und erreichte mit rund 40 Sekunden Rückstand das Ziel. Evans führt das Gesamtklassement mit einer Sekunde vor Farrar an. Alexander Winokurow (Astana) folgt mit drei Sekunden Rückstand auf Platz drei. Zeitgleicher Vierter ist der Australier Richie Porte (Saxo Bank)
Weite Strecken der Etappe wurden von einer vierköpfigen Ausreißergruppe bestimmt, die sich auf Initiative von Paul Voß (Milram) schon kurz nach dem Start gebildet hatte. Nach einem für ihn enttäuschend verlaufenden Zeitfahren war der 24-jährige Bielefelder gemeinsam mit dem Niederländer Rick Flens (Rabobank) und den beiden Italienern Stefano Pirazzo (Colnago) und Mauro Facci (Quick Step) davon gezogen und hatte maximal sechs Minuten auf das Feld heraus gefahren. Mit Flens wurde der letzte der Ausreißer 24 Kilometer vor dem Ziel wieder gestellt. Für Voß lohnte sich die lange Flucht, denn er sicherte sich das Bergtrikot, das er mindestens bis zur 5. Etappe tragen wird.
Im hektischen Finale kam es auf teilweise engen Straßen zu zahlreichen Stürzen. Auch Farrar zählte zu den Leidtragenden. Der 25-Jährige schaffte mit Hilfe seiner Teamkollegen aber wieder den Anschluss an das Feld. Weniger Glück hatte Wiggins, dem es auf den letzten fünf Kilometern nicht mehr gelang, die Lücke zur Spitzengruppe zu schließen.
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