Enttäuschender Giro-Auftakt für Lampre

Hondo hält die Fahne hoch

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Danilo Hondo (Lampre) Foto: ROTH

11.05.2010  |  (rsn) – Zum Giro-Auftakt in den Niederlanden lief für das italienische Lampre-Team nicht viel zusammen. Italiens Sprinterstar Alessandro Petacchi kam auf keiner der beiden Flachetappen zum Zug, seine Landsleute Damiano Cunego und Gilberto Simoni verloren viel Zeit. Der 28 Jahre alte Cunego belegt mit 2:07 Minuten Rückstand nur Platz 50 im Gesamtklassement. Der zehn Jahre ältere Simoni, von Lampre eigens für den Giro verpflichtet, hatte sogar 9:24 Minuten Rückstand im Gepäck, als er am Montagabend den Flieger ins italienische Bergamo bestieg.

Bester Lampre-Fahrer ist bisher Petacchis etatmäßiger Anfahrer Danilo Hondo der auf der 3. Etappe Platz vier belegte und sich im Gesamtklassement auf Position 21 wiederfindet, 28 Sekunden hinter dem Rosa Trikot von Alexander Winokurow (Astana).

Sportdirektor Fabrizio Bontempi machte die äußeren Umstände für das bisher schlechte Abschneiden seines Teams verantwortlich. So mussten am Montag zunächst die abgehängten Cunego und Simoni wieder an die Spitzengruppe herangeführt werden. Gerade als das nach einer kräftezehrenden Aufholjagd über 40 Kilometer geschafft war, wurde Petacchi durch einen Plattfuß gestoppt. „Marco Marzano konnte ihm zwar sofort sein Rad geben, aber für unser Teamfahrzeug war es unmöglich, auf den engen Straßen zu ihnen nach vorne zu kommen“, sagte Bontempi.

Nachdem klar war, dass die zweite Verfolgungsjagd erfolglos bleiben und Petacchi nicht mehr zur Frontgruppe würde aufschließen können, setzte die Teamleitung auf Hondo. „Danilo hat alles gegeben, was er noch hatte und einen guten vierten Platz erzielt“, lobte Bontempi den 36 Jahre alten Deutschen. Dessen Kapitän erklärte allerdings, dass es nicht nur Pech war, das ihn auf der Etappe heimgesucht hätte, sondern auch eine beginnende Bronchitis. Petacchi:„Die hat mir seit dem Morgen Probleme bereitet und ich hoffe, dass es morgen besser sein wird.“

Cunego war sogar froh, dass er sich nicht noch mehr Rückstand eingehandelt hatte. „Wind, Stürze und Chaos“ hätten für eine schwierige Etappe gesorgt, so der Giro-Sieger von 2004. „Ich hätte auch zehn Minuten verlieren können. Dank der Unterstützung meines Teams habe ich aber den Anschluss zur Spitzengruppe wieder geschafft, auch wenn ich im Finale nochmals durch einen Sturz vor mir gestoppt wurde“, so Cunego, der allerdings wie Simoni auch schon vor Giro-Beginn angekündigt hatte, nicht auf Gesamtklassement fahren, sondern sich auf einige schwere Bergetappen konzentrieren zu wollen.

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