Kritik am Kurvenfinale in Bitonto

Der Magen bremst Hondos Ambitionen

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Danilo Hondo (Lampre) Foto: ROTH

19.05.2010  |  (rsn) – Nach dem krankheitsbdingten vorzeitigen Ausstieg von Alessandro Petacchi ruhen die Hoffnungen des Lampre-Teams in den Sprintentscheidungen beim Giro d’Italia auf Danilo Hondo. Doch der Deutsche hat selber gesundheitliche Probleme und ist derzeit „froh, überhaupt durchzukommen“, wie er auf Anfrage von Radsport News erklärt. Der Grund: „Ich habe seit zwei Tagen Magenprobleme mit etwas Durchfall und leichter Temperatur“, so Hondo, für den es trotzdem am Dienstag in Bitonto noch zu Platz acht reichte.

Wie andere Sprinter auch äußerte der 36-Jährige wenig Verständnis für das gefährliche Finale. „Es wäre sicherlich besser, solche extrem kurvenreichen Anfahrten zu meiden, weil da besonders die Klassementfahrer alles riskieren müssen. Von uns Sprintern wird das sowieso erwartet“, erklärte Hondo, der nach Petacchis Aus zwar freie Fahrt in den Massenankünften erhält, aber „auf keine Unterstützung [des Teams, d. Red.] hoffen kann“. Die erhält der Italiener Damiano Cunego, der nach seinem verheißungsvollen Beginn angekündigt hat, doch auf Gesamtwertung fahren zu wollen.

Trotzdem würde sich Hondo - „ich bin ja kein reiner Sprinter“ – auch auf den mittelschweren Etappen gute Chancen ausrechnen. „Aber darüber brauche ich mir ja momentan erst einmal keine Gedanken machen“, sagte der Lampre-Neuzugang in Anspielung auf seinen derzeitigen Zustand. Seinen Humor hat Hondo allerdings nicht verloren. Auf die Frage, ob er die 6.Etappe abgehakt habe, als er seinen vermeintlichen Sieg bejubelte, obwohl vor ihm zwei Ausreißer das Ziel erreicht hatten, antwortete er mit einem Lachen: „Der falsche Jubler war reines Marketing.“

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