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19.05.2010 | (rsn) – Carlos Sastre (Cervélo TestTeam) sah nach zehn Tagen bereits wie einer der großen Verlierer des 93. Giro d’Italia aus. Nach Stürzen und Defekten rangierte der Vorjahresdritte vor der 11. Etappe mit fast zehn Minuten Minuten Rückstand auf Alexander Winokurow (Astana) abgeschlagen auf Platz 22 der Gesamtwertung. Nach den denkwürdigen 262 Kilometern von Lucera nach L'Aquila liegt der Spanier plötzlich vor Winokurow und den anderen Favoriten wie Cadel Evans (BMC racing) oder Ivan Basso (Liquigas).
Gut fünf Minuten fehlen dem neuen Gesamtachten auf Platz drei (Robert Kiserlovsky/Liquigas) und trotz deutlichen 7:09 Minuten Rückstand auf den neuen Mann im Rosa Trikot, den australischen Neoprofi Richie Porte (Saxo Bank), scheint sogar wieder der Gesamtsieg möglich.
„Ich habe nie zuvor eine Etappe wie die heutige erlebt. Ich war der letzte Fahrer, der den Sprung in die Ausreißergruppe schaffte und wir haben schnell gemerkt, dass heute etwas ganz Besonderes passierte“, erklärte Sastre. Beendet ist die Pechsträhne, die den Toursieger von 2008 bei diesem Giro heimzusuchen schien. „Ich bin sehr glücklich, dass das Glück endlich auf unserer Seite ist“, sagte der 34-Jährige erleichtert. „Ich bin zu diesem Giro gekommen, um ihn zu gewinnen und nach der tollen Arbeit, die das Team heute geleistet hat, ist in der zweiten Girohälfte alles möglich.“
Mit gleich vier Mann war Cervélo in der Spitzengruppe vertreten: An Sastres Seite fuhren der Spanier Xavier Tondo – im Gesamtklassement auf Rang vier übrigens bestplatzierter Cervélo-Fahrer-, der Schweizer Marcel Wyss und der Russe Volodimir Gustov. Immer wieder zeigten sich die schwarzen Cervélo-trikots and er Spitze der großen Fluchtgruppe und machten Tempo. Am Ende machte sich die Arbeit bezahlt. „Das war heute ein historischer Tag. Ich habe immer gesagt, dass dieser Giro sehr lang und sehr hart ist“, fühlte sich Sastre in seiner Einschätzung bestätigt. „An jedem Tag ist etwas Verücktes hier passiert.“
Auch das gibt dem Kletterspezialisten Hoffnung, doch noch das Rosa Trikot erobern zu können: „Jetzt haben wir die schwersten Etappen vor uns. Wir werden jetzt 100 Prozent geben, um diesen Giro zu gewinnen.“
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