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14.03.2011 | (rsn) – Auf der 6. Etappe von Tirreno-Adriatico sah man Bert Grabsch (HTC-Highroad) in ungewohnter Rolle. Der Wittenberger mit Schweizer Wohnsitz sorgte diesmal nicht in seiner üblichen Rolle als Tempobolzer dafür, dass das Feld eine Ausreißergruppe wieder einfing, sondern probierte es selber mit einer Flucht.
Als Borut Bozic (Vacansoleil) nach 44 Kilometern dem Feld davon fuhr, entschloss sich Grabsch, dem Slowenen nachzugehen. Gemeinsam bildeten die beiden die kleine Gruppe des Tages, wurden aber 16 Kilometer vor dem Ziel wieder gestellt. „So oft bekomme ich ja nicht freie Fahrt in einer Saison. Heute nutzte ich meine Chance“, so der dreifache deutsche Zeitfahrmeister am Abend zu Radsport News. Im Parcours hatte sich Grabsch allerdings etwas getäuscht. „Ich hatte gedacht, dass speziell die Schlussrunde leichter wäre. Sie war aber brutal schwer, für mich waren die Anstiege zu steil. Aber wer nichts wagt, der nicht gewinnt“, fasste er zusammen.
Für das abschließende Einzelzeitfahren am Dienstag musste sich der Weltmeister von 2009 allerdings nicht schonen. „9,3 Kilometer sind nicht gerade meine Distanz“, erklärte er. „Aber weil es flach ist, werde ich trotzdem nochmal Vollgas geben.“
Mit einem Auge schaut Grabsch schon auf Mailand-San Remo am 19. März. Im ersten großen Frühjahrsklassiker des Jahres wird er als Helfer seines Kapitäns Mark Cavendish dann wieder Ausreißer jagen müssen. „Obwohl ich das Team in Down Under und bei der Algarve-Rundfahrt wie immer sehr gut unterstützt habe, hatte ich wie jedes Jahr einige Anlaufschwierigkeiten. Aber jetzt kommt die Form langsam“, sagte der 35 Jahre alte Routinier.
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