Cancellara gewinnt Zeitfahren, Grabsch Fünfter

Evans triumphiert bei Tirreno-Adriatico

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Cadel Evans (BMC) feiert seinen Gesamtsieg bei Tirreno-Adriatico. Foto: ROTH

15.03.2011  |  (rsn) – Cadel Evans (BMC) hat auf der letzten Etappe von Tirreno-Adriatico nichts mehr anbrennen lassen und erstmals in seiner Karriere das „Rennen zwischen den Meeren“ gewonnen. Das abschließende Zeitfahren von San Benedetto del Tronto entschied der Schweizer Fabian Cancellara (Leopard-Trek) für sich. Der Topfavorit jagte in der Zeit von 10:33 Minuten über den 9,3 Kilometer langen, komplett flachen Kurs und war bei seinem ersten Saisonsieg neun Sekunden schneller als der Niederländer Lars Boom (Rabobank).

Dritter wurde der Italiener Andrea Malori (Lampre-ISD/+0:19). Hinter Booms Landsmann und Teamkollegen Rick Flens (+0:20) kam Bert Grabsch (HTC-Highroad/+0:22) als bester deutscher Starter auf den fünften Platz.

Dem 34 Jahre alten Evans reichte Platz 12 (11:04), um souverän seinen ersten Sieg in einem Mehretappenrennen seit drei Jahren einzufahren. Hinter dem Australier kam es im Gesamtklassement noch zu einigen Veränderungen. Der Niederländer Robert Gesink (Rabobank/+0:11) verbesserte sich dank Rang acht im Zeitfahren noch auf den zweiten Platz und verdrängte den Italiener Michele Scarponi (Lampre-ISD/+0:15) auf Rang drei.

Dahinter folgten vier weitere heimische Fahrer: Ivan Basso und Vincenzo Nibali (beide Liquigas-Cannondale), der Italienische Zeitfahrmeister Marco Pinotti (HTC-Highroad/+0:37) sowie Damiano Cunego (Lampre-ISD/+0:42).

"Ich bin extrem froh, dass ich heute und während des gesamten Rennens so gut gefahren bin”, kommentierte Evans die vergangenen sieben Tage. “Ich habe diesen Winter sehr hart gearbeitet, habe stundenlang allein trainiert. Mein Dank geht an die Fahrer und Betreuer des BMC-Teams, die mir geholfen haben, so ein starkes Rennen zu absolvieren. Natürlich bleibt die Tour de France mein Hauptziel, aber mir ist es immer lieber, vorher schon ein paar Resultate einzufahren.“

Mit seinem ersten Erfolg für sein neues Team sorgte Cancellara für ein versöhnliches Finale, nachdem Leopard-Trek im Teamzeitfahren zum Auftakt nicht über Platz sieben hinausgekommen war. „Natürlich bin ich sehr froh, meinen ersten Sieg für Leopard-Trek eingefahren zu haben“, sagte Cancellara, der am Freitag 30 Jahre alt wird. „Mein Sieg schien für einige vorhersehbar, aber er war es bis zum Schluss nicht. Ein Zeitfahren ist nicht eher vorbei, bevor nicht der letzte Fahrer über die Ziellinie gestürmt ist.“

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