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Ballan verpokert sich nach tollem BMC-Auftritt

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Alessandro Ballan (BMC) Foto: ROTH

20.03.2011  |  (rsn) – Das BMC-Team kann mit seinem Abschneiden beim ersten großen Klassiker des Jahres zufrieden sein. Nicht nur, dass der US-Rennstall mit dem Italiener Alessandro Ballan (Vierter) und dem Belgier Greg van Avermaet (Neunter) gleich zwei Fahrer unter den besten Zehn platzieren konnte – BMC war in der entscheidenden Phase des Rennens hellwach und eine der aktivsten Mannschaften.

So verschärften nach einem Sturz auf der regennassen Abfahrt von La Manie der Niederländer Karsten Kroon und der Schweizer Michael Schär auf den folgenden 50 Kilometern das Tempo in der Spitzengruppe, um das große Feld auf Distanz zu halten. Schließlich waren mit Ballan, van Avermaet und dem US-Amerikaner George Hincapie alle drei Kapitäne in der Spitzengruppe dabei. Der Vorsprung auf das Feld betrug auch dank der BMC-Tempoarbeit zwischenzeitlich mehr als zwei Minuten und nach der Cipressa war klar, dass die Verfolger nicht mehr zur Spitze würden aufschließen können.

Damit aber nicht genug: van Avermaet initiierte in der Anfahrt zum Poggio eine vierköpfige Ausreißergruppe und attackierte schließlich im letzten Anstieg des Tages. "George sagte mir, ich soll es zwischen Cipressa und Poggio versuchen“, erklärte der BMC-Neuzugang nach dem Rennen. „Das habe ich gemacht und schnell entstand eine Lücke. Das war gut für mich, denn so konnte ich am Poggio mein eigenes Tempo fahren. Ich habe gehofft, dass einige auf mich auffahren, aber als ich an der Spitze 15 Sekunden Vorsprung hatte, habe ich es alleine versucht", so der 25-Jährige weiter.

Van Avermaet zwang mit seiner Attacke aber die Favoriten wie den Italiener Vincenzo Nibali (Liquigas-Cannondale), den Belgier Philippe Gilbert (Omega Pharma-Lotto) und den Schweizer Fabian Cancellara (Leopard Trek) zur Reaktion. Die Favoriten nahmen die Verfolgung auf und stellten den letzten der vier Ausreißer 2,5 Kilometer vor dem Ziel.

Im Zielsprint war dann Ballan zur Stelle. Der 31 Jahre alte Ex-Weltmeister wurde Vierter und damit bester Italiener. "Ich habe mich an Pozzato gehalten, aber der hatte nicht die Beine heute", kommentierte Ballan das Finale. "Ich bin aber glücklich, weil das Team wirklich super zusammen gearbeitet hat. Greg war stark und Michi hat mir heute sehr gute Dienste geleistet."

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