"TV-Sender registrieren sinkendes Interesse"

McQuaid sieht den Radsport ohne Funkverbot in Gefahr

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Pat McQuaid, Präsident des Radsport-Weltverbandes UCI Foto: ROTH

22.03.2011  |  (rsn) – UCI-Präsident McQuaid ist nicht bereit, vom höchst umstrittenen Funkverbot abzurücken. Der Ire begründete die Entscheidung des Weltverbandes gegenüber der französischen Zeitung Ouest France neben der größeren Attraktivität der Rennen nun auch mit der Reaktion der TV-Anstalten. "Jeder muss verstehen, dass der Radsport in Gefahr ist, wenn wir nicht die Regeln ändern", sagte der Ire und verwies auf die TV-Sender, die den Funk ebenfalls ablehnen würden. "Fernsehsender wollen keine Rennen mit Teamfunk zeigen. Nach fünfzehn Jahren mit Funk haben sie einen Rückgang des Interesses (beim Fernsehpublikum) registriert“, behauptete McQuaid.

Der UCI-Präsident betonte nochmals, dass sein Verband das Recht habe, Regeln zu ändern und erklärte, dass die Teams im Zuge der Einführung des Funkverbots sehr wohl angehört worden seien.

Fahrern, die trotz des Verbots mit den umstrittenen Ohrstöpseln starten wollten, drohte McQuaid Sanktionen an. "Wenn 80 Fahrer ohne Funk am Start stehen, werden wir das Rennen mit 80 abhalten", sagte er und verwies auf eindeutige Vorgaben der UCI: "Die Kommissäre waren bereit, (das belgische Eintagesrennen) Het Nieuwsblad zu verlassen, wenn die Fahrer das Verbot nicht eingehalten hätten."

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