"Ich bin sauber und habe nichts zu verbergen"

Knees kommt bei Sturz glimpflicher davon als auf UCI-Liste

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Christian Knees (Sky) bei Rund um Köln Foto: ROTH

17.05.2011  |  (rsn) – Bei einem Unfall auf der 2. Etappe der Tour de Picardie ist Christian Knees (Sky) glimpflich davon gekommen. Rund zehn Kilometer vor dem Ziel war der Deutsche Meister in einen Massensturz verwickelt. Knees fiel dabei einen kleinen Abhang hinunter, zog sich aber nach eigenen Angaben außer Prellungen keine schlimmeren Verletzungen zu. Sein Start bei der Bayern-Rundfahrt kommende Woche ist nach jetzigem Stand nicht gefährdet.

Weniger glimpflich kam Knees allerdings bei der geheimen, von der L’Equipe am Wochenende aber veröffentlichten „Doping-Verdachtsliste“ des Radsportweltverbandes UCI davon. Angesprochen auf das ominöse Dokument antwortete der Sky-Neuzugang: „Ich bin schon überrascht, dass ich auf dieser Liste mit sechs Punkten geführt werde. Ich bin ein sauberer Fahrer und habe nichts zu verbergen. Ich habe keine Ahnung, wie diese Beurteilung zustande gekommen ist.“

Die recht hohe Einstufung belastet Knees nach eigenen Angaben nicht. Der Sturz am Samstag jedenfalls war eine Verkettung unglücklicher Umstände, „Wir waren gerade in der Sprintvorbereitung, als vor uns ein Europcar-Fahrer die Kontrolle über sein Rad verlor und einmal von links nach rechts durch’s Feld schnitt. Dabei hat er viele Fahrer ‚mitgenommen’“, schilderte Knees die Situation. „Vier von uns hat’s leider auch erwischt. Ich konnte zwar ausweichen und wollte in einen Wald hineinrollen. Leider war da ein Abhang, den man nicht einsehen konnte, so dass ich mich überschlagen habe.“

Obwohl sich der Euskirchener dabei am Bein verletzte, rollte er noch in’s Ziel. „Ein ebenfalls abgehängter Garmin-Fahrer war so nett und hat mich immer wieder angeschoben, da ich kaum mehr als 100 Watt treten konnte. Ich muss wohl ziemlich bemitleidenswert ausgesehen haben“, so Knees, der sich in Absprache mit der Teamleitung dazu entschloss, am Sonntag zur letzten Etappe nicht mehr anzutreten. „Ich hätte meiner Mannschaft nicht mehr helfen können“, begründete er seinen Ausstieg.

Nachdem er gestern noch heftige Schmerzen im Bein verspürt hatte, konnte der 30-Jährige am Montag bereits locker eineinhalb Stunden trainieren. „Ich trage einen Kompressionsverband und werde von meinem Physiotherapeuten behandelt“, erklärte Knees. „So wie’s aussieht, werde ich auf jeden Fall bei der Bayern-Rundfahrt starten können.“

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