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18.06.2012 | (rsn) – Die beiden besten deutschen Sprinter sind für die Tour de France gerüstet. Bei der am Sonntag zu Ende gegangenen Ster ZLM Toer (Kat. 2.1) in den Niederlanden gewannen Marcel Kittel (Argos-Shimano) und André Greipel drei der vier Etappen und holten sich dabei die letzte Bestätigung, dass sie mit ihren Mannschaften auf dem richtigen Weg sind.
Vor allem für Kittel dürfte diese Erkenntnis beruhigend sein, denn der 24 Jahre alte Erfurter steht nicht nur vor seinem ersten Einsatz bei der Frankreich-Rundfahrt, sondern hatte im Mai auch noch mit muskulären Problem im Bein zu kämpfen, die ihn zum Ausstieg bei der Kalifornien-Rundfahrt zwangen. Nun gelangen ihm bei der Ster ZLM Toer gleich zwei Siege gegen Greipel und Weltmeister Mark Cavendish (Sky), die beiden besten Sprinter der Welt.
„Natürlich ist es toll, so kurz vor dem Tourstart einen solchen Sieg zu feiern“, kommentierte der 24 Jahre alte Kittel auf seiner Website seinen zweiten Tageserfolg „Unsere Mannschaft ist bereit für die Tour und jeder von uns ist top motiviert.“ am Sonntag. Am Sonntag half Kittel übrigens auch die Ortskenntnis eines Teamkollegen. „Im Finale hatten wir einen echten Heimvorteil. Koen de Kort ist im Zielort Boxtel zur Schule gegangen und kennt da jeden Stein mit Vornamen“, erklärte er. „So konnten wir uns voll auf unser Team-Tom-Tom Koert verlassen und waren immer perfekt in Position.“
Kittel ging wie geplant in vorderer Position in die letzte scharfe Rechtskurve, direkt hinter dem Lotto-Duo Greipel und Jürgen Roelandts, und eröffnete früh den Sprint in der Hoffnung, „dass keiner mehr vorbei fährt.“
André Greipel, der sich sein Erfolgserlebnis bereits mit dem Sieg auf der 2. Etappe geholt hatte, stellte sich diesmal als Anfahrer in den Dienst von Roelandts, der schließlich Platz drei belegte. Der 29 Jahre alte Rostocker, der seit diesem Jahr in der Schweiz lebt, mit breiter Brust in seine zweite Tour de France. „Ich bin immer mehr davon überzeugt, dass wir den schnellsten Sprintzug haben werden“, erklärte er der niederländischen Zeitung De Telegraaf, nachdem er am Freitag seinen 13. Saisonsieg eingefahren hatte. „Ich habe Jürgen Roelandts und Greg Henderson als meine letzten beiden Anfahrer wir stimmen uns immer besser aufeinander ab.“
Fast genauso wichtig war aber, dass Greipel keinen geringeren als den Weltmeister hinter sich gelassen hatte. „Ich wusste, dass ich in guter Form bin, aber Cavendish in einem direkten Duell zu schlagen, stärkt das Selbstvertrauen der gesamten Mannschaften“, meinte der Lotto-Kapitän, der ebenso wie Kittel am kommenden Wochenende bei den deutschen Meisterschaften in Grimma starten wird, bevor es nach Belgien geht, wo am 30. Juni die 99. Tour de France mit einem Prolog in Lüttich beginnen wird.
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