Interview mit der Silbermedaillengewinnerin von London

Judith Arndt: "Ich fühle mich wie eine Gewinnerin"

01.08.2012  |  London (dapd) - Interview mit Judith Arndt, der Silbermedaillengewinnerin im Olympischen Zeitfahren von London.

Frau Arndt, wie war ihre Silberfahrt?

Arndt: Es war super anstrengend, aber das war ja so gewollt. Ich bin total glücklich, es war ein guter Tag. Ich habe mir gedacht, einmal muss es noch gehen.

Sie kamen bei jeder Zeitmessung weiter nach vorne. War das so geplant?

Arndt: Ich fahre so los, dass ich am Ende immer noch etwas rausholen kann. Ich konnte mich heute quälen. Nach der Ziellinie ist mir fast schwindelig geworden.

Sie wurden schon oft Zweite oder Dritte. Doch so glücklich hat man sie selten erlebt. Ist das eine besondere Medaille?

Arndt: Ich fühle mich wie eine Gewinnerin, denn ich habe eine Medaille. Ich habe erwartet, dass Armstrong vorne ist. Natürlich war ich oft Zweite. Aber ich habe zwischendurch ja mal gewonnen, von daher bin ich mit der Silbermedaille sehr zufrieden.

Vielen ist noch der Skandal von Athen in Erinnerung, wo Sie mit ausgestrecktem Mittelfinger über die Ziellinie fuhren. Haben Sie Ihren Frieden mit Olympia geschlossen?

Arndt: Meinen Frieden mit Olympia musste ich nicht schließen, denn um die Spiele ging es damals nicht. Olympia ist für mich wie für jeden anderen Sportler ein Traum. Ich genieße es einfach.

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