Dänischer Youngster Lasse Normann Hansen Olympiasieger im Omnium

Kluge fehlen drei Punkte zur Bronzemedaille

Foto zu dem Text "Kluge fehlen drei Punkte zur Bronzemedaille"
Roger Kluge musste sich mit dem undankbaren vierten Platz im Olympischen Omnium-Wettbewerb begnügen. | Foto: ROTH

05.08.2012  |  London (dapd) - Roger Kluge drehte im Innenraum des stimmungsvollen Velodroms einsam seine Runden, als sich der Traum von einer Medaille bei den Olympischen Spielen von London zerschlagen hatte. Bei der Premiere des Omnium-Wettbewerbs hatte er sich in den sechs Disziplinen völlig verausgabt, am Ende fehlten ganze drei Punkte zu einer Medaille. "Der vierte Platz ist das Undankbarste, was es gibt. Ich bin enttäuscht, da muss ich erst einmal runterkommen", sagte Kluge, dem in Peking noch der Coup mit Silber im Punktefahren gelungen war.

So fanden die Bahn-Festspiele in London ohne weitere deutsche Medaille, aber mit etlichen Glanzleistungen und Weltrekorden der Großmacht Großbritannien ihre Fortsetzung. Neben Kluge zerplatzten auch die Hoffnungen von Robert Förstemann. Der Thüringer schied im Viertelfinale der Königsdisziplin Sprint aus. Und Judith Arndt hatte sich bereits am Samstag in der 3.000-Meter-Mannschaftsverfolgung ohne weitere Medaille von der Olympia-Bühne verabschiedet.

So nah wie Kluge war sie freilich nicht an einer Medaille dran. Der Cottbuser wies am Ende 33 Punkte auf und landete damit hinter dem ersten 20 Jahre alten dänischen Olympiasieger Lasse Norman Hansen (27), dem Franzosen Bryan Coquard (29) und dem Briten Edward Clancy (30) auf Platz vier. "Ich weiß, dass meine Schwächen im Zeitfahren liegen, aber ich habe es nicht geschafft, im Massenstart souverän aufzutreten", sagte Kluge selbstkritisch.

Dafür darf "Golden Girl" Kristina Vogel erneut von Edelmetall träumen. Die 21 Jahre alte Erfurterin rollte souverän ins Sprint-Viertelfinale und hat dort am Montag gute Chancen, die Medaillenläufe zu erreichen. "Es ist unglaublich, was für ein Druck die Goldmedaille mit sich bringt. Ich möchte der Welt zeigen, was ich kann", sagte Vogel.

Ansonsten scheint Gold fast schon von den Gastgebern abonniert zu sein. Am Samstag raste der britische Frauen-Express, bestehend aus Dana King, Laura Trott und Joanna Rowsell, zu zwei Weltrekorden und dem vierten Olympiasieg der Briten auf der Bahn. Es waren die Fabelzeiten Nummer neun und zehn auf dem ultraschnellen Holz-Oval in London. Und die nächsten Olympiasiege für die Gastgeber liegen bereits zur Abholung bereit: Sowohl Jason Kenny als auch Victoria Pendleton sind im Sprint auf Goldkurs. Kenny steht im Halbfinale, Pendleton in der Runde der besten Acht.

Förstemann hatte eine mögliche Medaille bereits am Samstag im Achtelfinale aus der Hand gegeben, als er überraschend gegen Njisane Nicholas Phillip aus Trinidad und Tobago verlor. Zwar machte er den Patzer über den Hoffnungslauf wieder wett, musste sich dadurch aber im Viertelfinale mit Weltmeister Gregory Bauge auseinandersetzen und verlor.

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