"Noch keine Glückwünsche bekommen"

Levy kritisiert Scharping und fordert Veränderungen

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Maximilian Levy | Foto: ROTH

08.08.2012  |  London (dapd) - Silbermedaillengewinner Maximilian Levy hat Verbandspräsident Rudolf Scharping scharf kritisiert. "Es ist so, dass wir Radfahrer mehr Feedback von der Verbandsspitze erwarten. Ich habe noch keine Glückwünsche bekommen", sagte der Cottbuser am Mittwoch im Deutschen Haus in London. "Das ist keine neue Situation für uns, dass Erfolge nicht entsprechend gewürdigt werden, wie man es sich wünschen würde. Aber das trifft mich nicht hart, ich kann damit leben. Es ist halt so."

Ähnlich wie Bundestrainer Detlef Uibel sieht Levy in Deutschland Handlungsbedarf. "Grundsätzlich muss sich im deutschen Sport einiges verändern. Es steht die Frage im Raum: Was ist es Deutschland wert, gute Sportler zu haben oder will die Gesellschaft nur noch Fußball oder Formel 1 gucken", sagte Levy, der in London Silber im Keirin und Bronze im Teamsprint gewonnen habe.

Nur dank der Disziplin gelinge es, einigermaßen mitreden zu können. Eine Zentralisierung sei eine Möglichkeit, sagte Levy: "Aber zunächst einmal muss sich das BMI und die Spitzenverbände zusammensetzen und festlegen, wo es überhaupt hingehen soll. Im Moment dümpelt doch jeder Verband vor sich her und versucht, das Beste für sich herauszuholen. Es ist keine klare Linie zu erkennen. Da muss endlich etwas kommen."

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