Bahn-WM: Olympiasiegerinnen mit bester Zeit in der Qualifikation

Welte/Vogel kämpfen im Teamsprint um Gold

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Mit Bestzeit ins WM-Finale: Kristina Vogel (vorn) und Miriam Welte | Foto: ROTH

20.02.2013  |  (rsn) – Miriam Welte und Kristina Vogel kämpfen bei den Bahn-Weltmeisterschaften in Minsk in Weißrussland im Teamsprint überraschend um die Goldmedaille. Die Olympiasiegerinnen von London fuhren in der Qualifikation mit 33,150 Sekunden die schnellste Zeit, eine Hundertstel vor den Weltrekordlerinnen und Olympia-Zweiten Jinjie Gong und Shuang Guo aus China, gegen die sie am Abend das Finale bestreiten werden.

„Ich bin super glücklich, dass wir das geschafft haben“, strahlte Welte, die ebenso wie ihre Teamkollegin Vogel im Winter das Training zurückschrauben musste. Beide gaben ihrer Berufsausbildung den Vorrang und bestritten in Minsk ihren ersten gemeinsamen Einsatz seit den Olympischen Spielen.

Auch der deutsche Bahnvierer zeigte eine gute Leistung und verpasste als Sechster der Qualifikation - die beste WM-Platzierung seit vier Jahren - nur knapp das kleine Finale. Lucas Liß (Bergkamen), Henning Bommel, Theo Reinhardt und Maximilian Beyer (alle Berlin) verpassten mit der Zeit von 4:05,152 Minuten die Medaillenläufe am Abend um rund sechs Zehntelsekunden. „Die Zeit geht in Ordnung, aber ganz zufrieden bin ich trotzdem nicht“, kommentierte Bundestrainer Sven Meyer den Auftritt seiner Fahrer. „Man sieht aber deutlich, dass wir uns gegenüber dem Vorjahr erneut steigern konnten, und wir werden konstant weiter arbeiten.“

Im Finale stehen sich am Abend Australien (3:59,325) und Olympiasieger Großbritannien (3:59,784) gegenüber. Im Duell um Platz treffen Dänemark (4:00,841) und Spanien (4:04,587) aufeinander. „Man sieht, dass der Abstand nach vorn geringer wird. Ich bin mit diesem Ergebnis zufrieden“, meinte der 20-jährige Liß, der im Omnium noch eine Chance hat. „Wäre ich vor der WM nicht an einer Angina erkrankt, wäre eine Medaille mein Ziel. Jetzt muss ich sehen, wie der Wettbewerb läuft“, so der Westfale zurückhaltend.

Eine gute Leistung zeigte auch Lisa Brennauer in der Einer-Verfolgung, auch wenn die Duracherin in der Zeit von 3:38,697 Minuten als Sechste der Qualifikation das Finale verpasste. „Ich lag damit immer noch über meiner Bestzeit. Hätte ich die gefahren, wäre ich ins Finale gekommen“ ärgerte sich Brennauer. „Aber eigentlich geht das Ergebnis in Ordnung und gibt mir viel Motivation für die nächsten Tage.“ Die Bielefelderin Mieke Kröger fuhr bei ihrem WM-Debüt in 3:45,968 Minuten auf den zwölften Platz.

Die schnellste Zeit in der Qualifikation legte die US-Amerikanerin Sarah Hammer (3:30.,06) vor, gefolgt von den beiden Australierinnen Amy Cure und Annette Edmondson.

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