Italiener gewinnt 68. Omloop Het Nieuwsblad

Paolini macht´s mit Erfahrung

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Luca Paolini (Katusha) hat die 68. Auflage des Omloop Het Nieuwsblad (1.HC) gewonnen. | Foto: ROTH

23.02.2013  |  (rsn) – Luca Paolini (Katusha) hat die 68. Auflage des Omloop Het Nieuwsblad (1.HC) gewonnen. Der 35 Jahre alte Italiener verwies am Samstag zur Eröffnung der belgischen Straßensaison über 199 Kilometer mit Start und Ziel in Gent die beiden Belgier Stijn Vandenbergh (Omega Pharma-Quick Step) und Sven Vandousselaere (Topsport Vlaanderen/+ 1:13) auf die Plätze und feierte seinen ersten Sieg seit über drei Jahren und zugleich den bisher größten Klassikererfolg seiner Karriere.

„Ich bin mit Stijn 2010 bei Katusha gefahren und wusste, dass ich auf dem Papier im Sprint stärker bin als er. Dennoch war es eine große Erleichterung, als erster den Zielstrich zu überqueren", so Paolini nach dem Rennen. „Das heute war auch ein Sieg der Erfahrung. Ich bin den ganzen Tag vorne gefahren und auch, obwohl Vandenbergh stärker war als ich, konnte er mich nicht abschütteln."

Beim Zweitplatzierten überwog die Freude. „Gewinnen ist besser, aber ich bin mit dem Ergebnis sehr glücklich. Paolini war einfach zu schnell", sagte Vandenbergh. Zufrieden war auch der Drittplatzierte Vandousselaere, der den Sprint der ersten Verfolgergruppe gewann. „Ich habe mich heute selbst überrascht. Ein dritter Platz ist über meinen Erwartungen", so der Topsport Vlaanderen-Profi.

Platz vier ging an den Briten Geraint Thomas (Sky) vor Greg Van Avermaet (BMC), einem weiteren Belgier. Dahinter belegten Paolinis Landsmann Marco Bandiera (IAM) und der Franzose Sylvain Chavanel (Omega Pharma-Quick Step) die Plätze sechs und sieben, gefolgt von den beiden Belgiern Jurgen Roelandts (Lotto Belisol) und Maarten Wynants (Blanco) sowie dem Spanier Egoitz Garcia (Cofidis).Der Pulheimer Gerald Ciolek (MTN-Qhubeka) wurde Elfter. Zwe Plätze dahinter landete der Luxemburger Jempy Drucker (Accent Jobs Wanty), Heinrich Haussler (IAM) belegte Rang 19, sein Schweizer Teamkollege Martin Elmiger wurde 22.

Bei frostigem, aber trockenem Wetter bildeten neun Fahrer die Ausreißergruppe des Tages. Die Australier Clarke (Argos-Shimano) und Zakkari Dempster (Netapp-Endura), die Franzosen Cyril Lemoine (Sojasun), Jérôme Cousin (Europcar), Florian Vachon (Bretagne) und Julien Fouchard (Cofidis), die beiden Belgier Preben Van Hecke (Topsport Vlaanderen) und Nico Sijmens (Cofidis) sowie der Lette Gatis Smukulis (Katusha) konnten sich bei hohem Anfangstempo von 46 Kilometer in der ersten Rennstunde aus dem Feld lösen. Die Gruppe erreichte die erste von acht Kopfsteinpflasterpassagen nach knapp 60 Kilometern mit einem Vorsprung von rund fünf Minuten.

Auf dem folgenden hügeligen Abstand schrumpfte der Abstand zwischen Spitze und Feld schnell zusammen, im Taaienberg (bei km 142) betrug er nur noch gut eine Minute. Hier fiel das Feld in mehrere Teile auseinander, und als es in den Eikenberg (km 147) ging, war die Hauptgruppe nur noch etwa 40 Fahrer stark.

Aus dieser Gruppe sprangen zunächst Chavanel und Bandiera heraus, gefolgt von Van Avermaet, Thomas, Roelandts, Wynants, Vandousselaere, Garcia und später auch noch Paolini. Chavanel blies dann erneut zur Attacke und startete 45 Kilometer vor dem Ziel einen Soloritt, konnte aber nie mehr als 30 Sekunden auf die Paolini-Gruppe herausfahren, in der vor allem Van Avermaet immer wieder die Initiative ergriff.

Nach dem Molenberg, dem letzten Anstieg des Tages 36 Kilometer vor dem Ziel, hatten Van Avermaet, Thomas, Paolini, Roelandts, Vandenbergh, Vandousselaere, Garcia, Wynants und Bandiera zum Französischen Zeitfahrmeister aufgeschlossen. Auf den noch folgenden Pavé-Abschnitten Paddestraat und Lippenhovestraat attackierte Vandenbergh, nur Paolini konnte dem Antritt des Belgiers folgen.

Auf den letzten Kilometern baute das Duo seinen Vorsprung auf rund eine halbe Minute aus, den acht Verfolgern gelang es trotz starkem Gegenwind nicht mehr, die beiden Spitzenreiter einzufangen. In Gent setzte sich Paolini im Zweiersprint dann deutlich vor Vandenbergh durch und feierte nach mehreren Spitzenergebnissen (Vierter in 20110, Fünfter im Jahr darauf) seinen ersten Sieg bei dem flämischen Klassiker. 1:13 Minuten Sekunden hinter den beiden entschied Vandousselaere den Sprint der Verfolger vor Thomas und Van Avermaet für sich.

Mit 6:27 Minuten Rückstand kam das Hauptfeld ins Ziel. Der Pulheimer Gerald Ciolek (MTN-Qhubeka) gewann den Sprint und war damit auf Platz elf bester deutscher Fahrer. Markus Eichler belegte als bester NetApp-Endura-Fahrer zeitgleich mit Ciolek Rang 42.

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