Die deutschen Continental-Teams / Teil 5

Heizomat: Nach dem Umbruch stärker

Von Christoph Adamietz

Foto zu dem Text "Heizomat: Nach dem Umbruch stärker"
Raphael Freiensein (Heizomat) ist einer von zwei Fahrern, die bereits 2012 für Heizomat fuhren. | Foto: ROTH

25.02.2013  |  (rsn) – Personell runderneut geht das Team Heizomat in die Saison 2013. Nur zwei Fahrer aus dem letztjährigen Aufgebot hat Teamchef Markus Schleicher behalten. „Uns hat 2012 ein Vollstreckertyp gefehlt, der Rennen gewinnen konnte. Auch war ich mit der Einstellung zum Radsport bei einigen Fahrern sehr unzufrieden“, begründete Schleicher im Gespräch mit Radsport News die einschneidenden Maßnahmen.

Die Ziel bleiben auch im sechsten Jahr als Continental-Rennstall unverändert. „Wir wollen junge deutsche Rennfahrer fördern. Außerdem sind wir es unseren treuen Sponsoren schuldig, auch in 2013 saubere und nachhaltige sportliche Leistungen abzuliefern“, so Schleicher, der seine Truppe als „deutlich stärker und teamfähiger“ als im Vorjahr einschätzt.

Vergrößert wurde der recht kleine Kader – nur zehn Fahrer zählen zum Aufgebot – allerdings nicht. „Das Team Heizomat fährt seit Jahren gezielt eingleisig. Mehr geben der Rennkalender und unser Budget im Moment nicht her. Jeder Heizomat-Fahrer hat in der Vergangenheit seine Chancen bekommen. Wer die richtige Einstellung zum Radsport hat und seine Chancen zu nutzen weiß, kann von uns aus den nächsten Schritt ins Pro-Continental-Lager vollziehen. Das sollte genug Motivation sein“, erklärte Schleicher.

Für die Ergebnisse soll in erster Linie Neuzugang Alexander Grad (von MLP Team) sorgen. Der 23-Jährige war im letzten Jahr Zweiter der Rad-Bundesliga und Sieger des U23-Rennens Görlitz-Cottbus. „Alexander bringt menschlich und leistungstechnisch die notwendigen Voraussetzungen mit. Er ist zudem ein sehr offensiver Fahrer, was er in der Saison 2012, mehrmals unter Beweis gestellt hat", lobte Schleicher seinen neuen Kapitän. „Solche Qualitäten sind im deutschen Nachwuchsradsport eher selten geworden. Dass er 2012 weder beim der EM noch bei der WM nicht zum Einsatz kam, ist für mich nicht nachvollziehbar“, fügte der 45-Jährige an.

Aber auch dem sprintstarken Jan-Niklas Droste, im Vorjahr Zweiter der Tour de Berlin, dem offensivfreudigen Raphael Freienstein sowie den beiden Klettertalenten Johannes Weber und Yannik Achterberg traut der Teamchef gute Platzierungen zu. Die Nachwuchsfahrer Dario Rapps, Max Merk, Manuel Straub, Fabian Schormair und Jan Wälzlein sollen dagegen erste Erfahrungen bei den größeren Rennen sammeln.

Schleicher möchte mit seinem jungen Team  „eine ordentliche Bayern-Rundfahrt abliefern, bei der wir übrigens zum sechsten Mal in Folge am Start stehen“, sagte der ehemalige Telekom-Profi. Auch bei den deutschen Eintagesrennen Eschborn-Frankfurt, Rund um Köln, Neuseen Classics und Münsterland Giro sowie den nationalen Meisterschaften der Elite und der U23 will sich das Team so gut wie möglich verkaufen.

Dagegen spielt die Gesamtwertung der Rad- Bundesliga in dieser Saison keine Rolle. „Wir werden aus terminlichen Gründen nicht bei allen Rennen der Serie starten können. Trotzdem ist ein Einzelsieg auch in 2013 unser Ziel“, erklärte Schleicher, dessen Team in Kroatien am 6. März bei der Umag Trophy (Kat. 1.2) in die Saison starten wird.

Das Team Heizomat 2013: Yannick Achterberg (19), Jan-Niklas Droste (22), Raphael Freienstein (21), Alexander Grad (23), Max Merk (20), Dario Rapps (18), Fabian Schormair (18), Manuel Straub (19), Jan Wälzlein (19), Johannes Weber (18)

 

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