Bei Vergehen vor dem 1. Januar 2008

Niederlande: Verkürzte Strafen für geständige Doper

Foto zu dem Text "Niederlande: Verkürzte Strafen für geständige Doper"
Grischa Niermann (Rabobank) im Einsatz | Foto: ROTH

27.02.2013  |  (rsn) - Der niederländische Radsportverband KNWU, die nationale Anti-Doping Agentur und die drei niederländischen WorldTour Teams Blanco, Vacansoleil-DCM und Argos-Shimano planen eine Vereinbarung, nach der Mitarbeiter und Fahrer, die Dopingverstöße aus der Zeit vor dem 1. Januar zugeben, jeweils für nur sechs Monate gesperrt werden und drei Monate keine Gehälter gezahlt bekommen. Alle diejenigen, die Dopingvergehen für die Zeit danach eingestehen, sollen gemäß des WADA-Codes sanktioniert und von ihren Teams entlassen werden.

Die Regelung mit der verkürzten Strafe soll bis zum 1. April 2013 Bestand haben. Alle Fahrer der drei niederländischen Mannschaften - auch die ausländischen – sollen bis zu diesem Zeitpunkt zudem einen Fragebogen ausfüllen, in dem sie erklären, ob sie in den Jahren 1993 bis 2008 an Dopingvergehen beteiligt waren oder von solchen Kenntnis hatten. Selbst wenn sie die Fragen nicht beantworten, muss die Erklärung unterschrieben werden.

Diese Regelung können zahlreiche ehemalige Rabobank-Profis in Anspruch nehmen, die in den vergangenen Wochen Dopingvergehen zugegeben haben, darunter auch der Hannoveraner Grischa Niermann, der Ende 2012 seine Karriere beendete und seit dem 1. Januar als Trainer beim KNWUU angestellt ist. Niermann ist für die Nachwuchsmannschaft des ehemaligen Rabobank-Rennstalls zuständig. Der 37-Jährige wurde mit Wirkung vom 15. Februar für sechs Monate gesperrt.

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