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18. Tour de Langkawi: Franzose gewinnt 8. Etappe

Diesmal hat Coquard die Nase vorn

Foto zu dem Text "Diesmal hat Coquard die Nase vorn"
Bryan Coquard (Europcar) gewinnt die 8. Etappe der Tour de Langlawi 2012. | Foto: ROTH

28.02.2013  |  (rsn) – Bei der 18. Tour de Langkawi gibt es im Gegensatz zu den vergangenen Jahren keinen Fahrer, der die Sprints dominiert. Auf der 8. Etappe hatte der Franzose Bryan Coquard (Europcar) die Nase vorn und sicherte sich seinen dritten Saisonsieg.

Der erst 20-jährige Neoprofi setzte sich am Donnerstag über 164,5 Kilometer von Kuala Terengganu nach Tanah Merah im Massensprint vor dem nur zwei Jahre älteren Briten Andrew Fenn (Omega Pharma - Quick-Step) und dem italienischen Routinier Francesco Chicchi (Vini Fantini) durch.

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Nur Rang vier blieb diesmal für Chicchis Landsmann Andrea Guardini (Astana). Der 23-Jährige hatte in den vergangenen beiden Jahren insgesamt elf Etappensiege bei der Rundfahrt durch Malaysia eingesammelt und am Mittwoch seinen zwölften gefeiert. Fünfter wurde der 34 Jahre alte Neuseeländer Rico Rogers (Synergy Baku) vor dem Italiener Omar Bertazzo (Androni-Giocattoli) und dem Niederländer Raymond Kreder (Garmin-Sharp). Der ehemalige Deutsche U23-Meister Fabian Schnaidt (Champion System) landete auf dem zwölften Platz.

„Ich bin super glücklich. Ich habe es schon seit dem ersten Tag hier probiert, hatte bisher aber kein Glück und gestern keine guten Beine”, strahlte Coquard, der bisher einen zweiten Platz zum Auftakt und einen vierten Rang auf der 2. Etappe als beste Ergebnisse zu Buche stehen hatte. Im Februar hatte er in seinem ersten Profieinsatz gleich zwei Etappen des Etoile de Bessèges gewinnen können.

Dagegen konnte Guardini seinem „perfekten Tag“ gestern keinen weiteren folgen lassen. „Ich bin Vierter geworden, ohne dass ich überhaupt sprinten konnte. Ich war eingebaut und konnte keine Lücke finden“, erklärte der Astana-Kapitän. „Wirklich schade, denn ich hatte heute die Beine, um zu gewinnen.“

An der Spitze des Gesamtklassements gab es keine Veränderungen. Der Kolumbianer Julian David Arredondo (Nippo-De Rosa) behauptete sein Gelbes Trikot mit 1:15 Minuten Vorsprung auf den Niederländer Pieter Weening (Orica-GreenEdge). Auf Rang drei folgt der Spanier Sergio Pardilla (MTN Qhubeka/+2:10).

Guardini führt die Punktewertung nun vor Chicchi an, der den Malaysier Anuar Manan (Synergy Baku) – heute Etappenneunter- auf Rang drei verdrängte. Das Bergtrikot trägt weiterhin der Chinese Wang Meiyin (Hengxiang), der die Etappe zu den Cameron Highlands gewonnen hatte. Die Teamwertung führt der südafrikanische Zweitdivisionär MTN Qhubeka unverändert mit neun Minuten Vorsprung auf das iranische Tabriz Petrochemical-Team an.

Auf der 8. Etappe bot sich lange Zeit ein ähnliches Bild wie tags zuvor: Erneut ergossen sich Regenschauer über das Feld und wieder dauerte es seine Zeit, bis sich die Gruppe des Tages formierte. Und wie gestern waren es nur zwei Fahrer, die das Feld ziehen ließ. Nach rund 50 Kilometern gelangen schließlich dem Koreaner Wen Low Ji (OCBC) und dem Chinesen Jianpeng Liu (Hengxiang) bei hohem Tempo die Flucht.

Bis zur Rennhälfte hatte das Duo seinen Vorsprung auf elf Minuten geschraubt. Danach erhöhten Astana, Garmin-Sharp und Vini Fantini im Feld das Tempo, rund 15 Kilometer vor dem Ziel war Liu allein an der Spitze – allerdings nur noch für kurze Zeit, denn als es auf die letzten zehn Kilometer ging, war auch der 19-Jährige von den Verfolgern gestellt.

Danach hielten die Sprinterteams alles zusammen und im Sprint Royale setzte sich Coquard deutlich durch. Dahinter sicherte sich Fenn den zweiten Platz ganz knapp vor Chichi, der als Dritter seinen Podiumssatz bei der diesjährigen Tour de Langkawi komplettierte.

Als er über die Ziellinie jagte, präsentierte der Etappengewinner stolz seine Tätowierung auf der Innenseite seines Oberarmes, wo die Olympischen Ringe und der Schriftzug "Silver LONDON" zu sehen waren. Die hatte sich Coquard nach seinem Gewinn der Olympischen Silbermedaille im Omnium stechen lassen.

„Vor dem Rennen habe ich mit meinem Sportdirektor gewettet, dass ich bei einem Etappensieg dieses Tattoo zeige“, sagte der junge Sprinter. „Ich bin sehr stolz darauf, weil die Silbermedaille für mich bei den Olympischen Spielen ist meine bisher schönste Erinnerung ist.“

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